Und dieses Mal Brüssel …

Brüssel

Gewöhne ich mich an Anschläge? Nein. Was ich aber gewöhnlich finde sind die ewig gleichen Reaktionen der Staatsoberhäupter. Wir bedauern …, wir fühlen mit …, wir stehen an der Seite von … ja, von wem eigentlich? Den jeweiligen Staatsmännern? Den Menschen in Paris oder Brüssel? Den Hinterbliebenen? Die Opfer können es nicht sein, denn niemand kann mehr an ihrer Seite stehen. Die Rhetorik bleibt immer die gleiche, so wie der Ablauf. Die Täter sind schnell ermittelt und die Behörden werden Tag und Nacht auf die Jagd geschickt. Nur …, die Waffenlieferungen hören nicht auf, im Gegenteil. Aber genau DAS wäre für mich ein echtes Zeichen, alles andere sind nur hole Phrasen und ziehen das Andenken an die betroffenen Menschen nur in den Schmutz.

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25 Gedanken zu “Und dieses Mal Brüssel …

  1. Ich bin ganz bei Dir – auch ich kann es nicht mehr hören. Als ich heute im regionalen Radio das Gelaber von Tillich hörte, war ich froh, auf Diät zu sein – das Essen hätte ich mir sonst durch den Kopf gehen lassen ….
    Es ist einfach nicht mehr zum Aushalten. 😦

    Sei dennoch herzlich gegrüßt,
    Sylvia

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  2. Je mehr man sich dieses Gelaber anhören muss, desto weniger haben unsere Politiker verstanden, worum es eigentlich geht.
    Es ist wirklich immer dasselbe, wie du treffend beschrieben hast.
    Einige interessante Anmerkungen einiger Terrorexperten habe ich auch gehört, da hatte ich das Gefühl, die wären die besseren Politiker.

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  3. Ich habe den Eindruck, Terroranschläge gehören für Politiker zum Geschäft, und sie verlieren in dem Job ihre Fähigkeit zum Mitempfinden. Den selben Eindruck habe ich von ihnen in Bezug auf das Leid der Flüchtlinge. Politiker denken mathematisch, ich vermisse menschliche Reaktionen und ihr Entsetzen.

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  4. Da ich ein ganz bewusst ein Nachrichtenmuffel bin und außerdem, oder gerade deshalb, weit weg von Europa, dem mittleren Osten und den USA wohne, habe ich erst heute von dem Zwischenfall gehört. Nichtsdestoweniger, hat es mich erschüttert. Aber noch mehr erschüttert mich die scheinbare Gleichgültigkeit der Politiker. Ich bin tieftraurig und wieder einmal enttäuscht von meinen Mitmenschen, die einfach nicht in der Lage sind, in Frieden miteinander zu leben…

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      1. Hallo Arno, mir geht es auf die Nerven, ständig zu hören, „die da“ seien Schuld. Viele von uns haben lange davon profitiert und lange weggeschaut, doch wenn es unschön wird, waren es natürlich die anderen, würg.

        Mein demokratisches Verständnis sieht auch anders aus…

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      2. Ich persönlich nehme mich nie aus der Verantwortung unserer Gesellschaft, habe aber ein Problem damit, wie wir alle durch Berichte und Aussagen im TV, Zeitung oder Netz, beeinflusst werden (sollen). Zum Schluss gibt es immer nur Opfer und nur wenige wirklich kranke Täter. Das ist mir viel zu wenig und zu kurz gedacht. Alleine die Tatsache, dass es zwischen den Staaten (oder schon innerhalb der Länder keinen Austausch aller verfügbaren Daten gibt, jeder Bürger aber am Besten mit Chip durch die Gegend läuft, lässt mir die Kotze hochkommen, um es mal auf den Punkt zu bringen. Zehn blinde Ermittler sehen nämlich auch nicht mehr als fünf.

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  5. Liebender Arno von den bewusst mitfühlenden Rosen

    Du hast den Stachel im Fleische benannt
    Solange hier Menschen Ihr „Blutbrot“ in der Rüstungsindustrie verdienen
    Wie in München Ottobrunn der Panzerschmiede
    Und eine „Regierungs Mutti?“ die Arbeitsplätze vorschiebt und Waffen nach Nahost verschiebt
    Hört all dies nicht auf
    Hier gilt geschlossene Umkehr „Wende“ radikale Konsequenz
    Wo nicht dann Gnade Uns..
    Schicksal wird dann zur Qual
    „Denn wer nicht hören will muss fühlen“
    Wer Sein Herz verleugnet erzeugt Gewalt
    Prophetie fällt dann nicht schwer
    Und
    Wo bleiben die ach so menschenliebenden Kirchen
    Die wahren Christen
    Wo nicht füllt die Sharia das geistige Vakuum
    Wie damals 33/45

    danke
    Dir Joachim von Herzen

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  6. So lange Waffen geliefert werden dürfen und damit Milliarden verdient werden können, hören weder Flüchtlingsströme noch Attentate auf. Und so lange ist die Anteilnahme der Politiker Bigotterie. Die Attentate werden dazu benutzt, Überwachung in unserem Land zu verschärfen und neue Grenzen aufzubauen. Und bestimmt nicht, um damit unsere „Freiheit“ zu schützen.
    Ich hab „die“ übrigens nicht gewählt. Aber das nützt gar nichts.

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    1. Es scheint fast egal zu sein was die Bürger eines Landes machen und es spielt nie eine Rolle ob man die Regierung gewählt hat, denn die machen fast immer was sie wollen und nicht was gut für die Bevölkerung wäre. Danke für deinen Kommentar!

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  7. Hallo lieber Arno,
    ich verstehe Deine Wut und das Gefühl der Scheinheiligkeit, das aufkeimt, wenn ein kritischer Geist wie Du, die salbungsvollen, eventuell manchmal nicht so ganz überzeugenden, weil allzu glatt klingende Worte mancher Politiker hört! Ehrlich gesagt, glaube ich aber schon, dass die Hinterbliebenen, die Beteilligten, die, die überlebt haben und alle, die einen Schaden in irgendeiner Form erlitten haben, erwarten, dass die Politiker, vor allem auch die lokalen, ihr Bedauern ausdrücken. Das sind ja auch zum großen Teil nicht einmal die, die für die Handelsbeziehungen eines Landes mit den entsprechenden Staaten verantwortlich sind. Und ich nehme manchen auch ab, dass sie ehrlich bestürzt sind!
    Würde kein Trost gespendet, würde es mit Sicherheit heißen, ,, Sie haben nicht einmal Bedauern gezeigt!“ …
    Dass es wahrscheinlich nötig ist, die Beziehungen zu gewissen Handelspartnern in Bezug auf das Waffengeschäft (und nicht nur das) zu überdenken, steht auf einem anderen Blatt! Aber Mitgefühl zu zeigen, gehört für mich zum guten Ton und kann es eventuell manchen Menschen schon etwas leichter machen, das Erlebte zu verarbeiten.
    Euch allen eine friedliche Osterzeit, Nessy von den happinessygirls

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    1. Danke Nessy, ich glaube ebenfalls das die Politiker betroffen sind, denn es sind ja auch Menschen. Mich stören nur die dauerhaft angewendeten formalen Sätze die so austauschbar sind. Ich würde übrigens nie Trostworte von politischen Institutionen hören wollen, egal in welchem Fall, aber ich bin da auch sehr eigensinnig. Es ging übrigens nicht ausschließlich um Anteilnahme, sondern um die ganze eingeübte Zeremonie der einstudierten Sätze, auch in Talkshows.

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  8. Ist die Politik schuld oder ist es auch die Gesellschaft? Und sind nicht wir alle diese ominöse „Gesellschaft“?
    Nach den Terroranschlägen wird die Situation nicht besser werden. Menschen werden andere Menschen kritisch beäugen. Ihnen skeptisch gegenüberstehen. Vorurteile hegen und pflegen. Ja sogar offen ihren Hass ausleben.
    Soll dieser Hass dazu führen, dass es weniger Terroranschläge gibt? Ich denke, wir werden damit nur die Abwärtsspirale des Hasses befeuern. Wer sich gehasst fühlt und andere hasst, ist anfällig für Hassprediger. Und damit schließt sich der Teufelskreis.
    Statt die Abwärtsspirale des Hasses zu befeuern, sollten die Menschen lieber freundlich gegenüber einander auftreten. Aus Freundlichkeit wird Freundschaft. Freunde sind dir wichtig. Und Freunde würdest du nie töten.

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    1. Stimme dir total zu. Eigentlich wäre Gleichgültigkeit der Gegenentwurf zur Liebe, aber Hass baut ungeahnte Energien auf, um die Gefühle auszuleben, die nichts mit anderen Menschen zu tun haben, nur mit einem selbst. Freundlichkeit und Nächstenliebe erfordern allerdings Kommunikation und da fehlt esoft an der Bereitschaft. Die Gründe dafür sind vielfältig. WIR sind natürlich die Gesellschaft, aber große Teile dieser Gemeinde benötigen eine Struktur um sich wohl zu fühlen und diese sollte der Staat (wieder wir alle) schaffen. Das würde dann Integration heißen, aber da hat Deutschland noch nie gute Dienste geleistet.

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