Der kleine Casimir … Teil 2

Und so vergingen die Tage, Wochen und Monate. Der Sommer zog ins Land und alsbald kam der leuchtende Herbst mit seinen Gaben und verwandelte das Schl0ß und seine Gärten in ein Füllhorn an Blumen, Früchten und Farben.Baumpracht Als sich aber die ersten Herbststürme ankündigten machte sich Goldstück Gedanken, wie sie ihre Lieblinge besser schützen konnte und fragte Rudolf. „Sag mal mein lieber Freund, wie findest Du die Idee, den Garten von Caruso etwas besser vor Wind und Wetter zu schützen, mmmmh?“ Der treue Wachhund blinzelte in die Abendsonne und leckte die magische Hand der kleinen Prinzessin, die darauf seinen Kopf sachte streichelte und ihm dankbar in die Augen sah. „Du bist der klügste Hund den ich jemals getroffen habe und Dein Vorschlag gefällt mir.“ Amsel BaumGoldstück hob ihre Hand und lächelte zufreiden, denn fortan sorgte ihr Zauber dafür, dass die Bäume auch im Winter Obst trugen, worüber sich die Vögel sehr freuten und die Rosen immer warmen Regen bekamen und nie frieren mussten. Jedes Tier das jemals seinen Fuß in den Garten der Prinzessin gesetzt hatte kam ab da so oft es nur konnte und die Vögel sangen aus Dankbarkeit ihre schönsten Lieder. Goldstück und Rudolf saßen oft im hohen Gras ihres Gartens und sahen den wilden TierenWilderdbeeren zu, wie diese emsig sich und ihren Nachwuchs versorgten und nachdem der geheimnisvolle Mond wieder einmal in der riesigen Eiche des Schlossparks hängen geblieben war, fand die Prinzessin am nächsten Morgen fünf wunderschöne elfenbeinfarbene Eier in dem Häuschen. Ihr Freund, der Wachhund, war wie immer am magischen Zaun stehen geblieben um aufzupassen, dass niemand sah was Goldstück machte, außer dem König selber, der von Zeit herzlich auf dem Balkon lachte, wenn er seine Tochter so vergnügt im Garten umherwandern sah. Vorsichtig näherte sie sich dem Nest und betrachtete das Ergebnis. MondbaumDie Eier glichen sich bis aufs Haar, außer einem, welches dunkelblaue Sprenkel hatte, sonst aber völlig in Ordnung schien. Goldstück rührte nichts an, verließ ihren Garten und rannte quietschend vor Glück zu ihrem Vater, um ihm die Neuigkeit sofort zu berichten. „Nun Tochter, Du hast mich sehr stolz gemacht. Hab‘ ein wenig Geduld und in wenigen Wochen, so es der Wille der Natur ist, werden sich daraus prächtige Küken ihren Weg ins Leben suchen.“ Er streichelte ihr goldenes Haar bevor die Prinzessin wieder nach draußen stürmte, sodass der alte Rudolf kaum noch hinterher kam und ab diesem Tag verbrachten die Beiden noch mehr Zeit in dem magischen Garten, bis eines Tages ein fröhlichen Gackern und Piepen aus dem kleinen Hühnerhaus drang und das Herz derZauberzaun Prinzessin vor Freude fast zu platzen schien, obwohl in dem Nest nur fünf, fast ganz nackte, kleine Kücken hockten, die von ihrer Mutter Cassiopeia aufopfernd umsorgt wurden. Caruso machte seinem Namen alle Ehre und schmetterte voller Stolz seine besten Kikerikis durch die Schlossgärten, sehr zum Missfallen von Rudolf, der versuchte sich die Ohren zuzuhalten und sich zum Tor des magischen Zaunes trollte. – Fortsetzung folgt –

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11 Gedanken zu “Der kleine Casimir … Teil 2

    1. Unbedingt liebe Ulli, Kinder sollten lieber ihre Fantasie entfalten, als sich mit der schweren Realität zu beschäftigen und es macht mir Spaß selber zu träumen. Eigentlich habe ich damit nie aufgehört und Geschichten erzählen ist einfach ein großer Spaß 🙂

      Gefällt 3 Personen

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