Phänomen Populismus – Im Namen des Volkes

Es ist dem wirklich nichts hinzuzufügen außer, dass ich diese Schreihälse Popolisten nenne!

nandalya

Das Wort Populismus, lateinisch von Populus = Volk, ist in aller Munde. Dem Populismus und dem Populisten scheint es also um die Belange des Volkes zu gehen. „America first!“, hat Donald Trump gesagt und „Raus aus der EU!“, eine Mehrheit der Briten.

Den herrschenden Eliten schmeckt Populismus nicht, er gefährdet ihre Macht. Sie, als willfährige Vollstrecker des Neoliberalismus, sie, die Erfinder des Meinungsmanagements, brauchen keine neue Partei am rechten Rand der Mitte.

Sprachlos

Den Populisten ist das egal. Sie sehen sich als Alternative zum System und wollen eine neue Ordnung formen. Dabei formulieren sie nebulöse Thesen, die kaum nachzuvollziehen sind und stets vage bleiben. „America first!“ und „Raus aus der EU!“, sind einfache und klare Worte. Wie das funktionieren soll, das sagen diese Worte nicht.

Der Populismus bedient Ängste und Emotionen. „Der Flüchtling nimmt mir (uns) die Arbeit weg!“ Dass es den Flüchtling nicht gibt, wir von Asylbewerbern und Migranten…

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20 Gedanken zu “Phänomen Populismus – Im Namen des Volkes

  1. Dieser Ruf nach Bildung stört mich immens und zwar aus zwei Gründen: a) Ich habe nie Abitur gemacht/studiert und halte mich trotzdem für einen empathischen, über den Tellerrand hinausblickenden Menschen und b) kenne ich leider Leute, die einen sehr hohen Bildungsgrad haben und trotzdem auf all diese rechtspopulistischen Züge aufspringen. Die es sich auch leisten können, ihre Kinder auf gute Privatschulen zu schicken (wo man ihnen vermutlich eintrichtert, dass wer hart arbeitet, alles erreichen kann und Leute, die nix erreichen, einfach nicht hart genug dafür arbeiten…).

    Das Grundproblem ist für mich weiterhin das kapitalistische System – wobei ich jetzt nicht sagen will, dass mir spontan ein besseres System einfällt.
    Im Kapitalismus gieren alle nach Geld. Wobei es bei manchen tatsächliche „Gier“ ist, bei anderen einfach nur der pure Überlebenswille.
    Ich denke, dass viele dieser „auf-den-Zug-Aufspringer“ Angst haben, ihren hart erkämpften Lebensstandard zu verlieren, bzw. bei niedrigem Lebensstandard noch weiter abzurutschen. Leider wird da sehr kurzfristig gedacht, der Brexit und die USA zeigen das. Die Brexitianer glauben doch, dass sie sich den „billiardenschweren“ EU-Beitrag sparen und dann in ihr eigenes Land stecken können. Dass das einerseits nicht passieren wird und andererseits durch den EU-Austritt diverse Firmen abwandern werden, was Steuerverluste, Wirtschaftsverluste und natürlich auch Arbeitsplatzverluste bedeutet, bedenkt keiner. Und so wird der Brexitianer aus Angst um seinen Lebensstandard am Ende arbeitslos, weil sein eigener Arbeitgeber zurück auf’s Festland abwandert – und verliert gerade deswegen seinen Lebensstandard…

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    1. Das Wort Bildung stört eigentlich nicht. Bildung kann in 10 Schuljahren vollzogen werden und bedeutet für mich, dass ein Mensch lernt, selbständig nachzudenken, Zusammenhänge zu erkennen und sich nicht blind auf das zu verlassen, was ihm vorgegeben wird. Der Rest ist Spezialisierung. Zu leicht vergessen wir auch das, was dereinst „Herzensbildung“ genannt wurde; für mich wichtiger als jeder Universitätsabschluss.

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      1. Welche Zeit soll das gewesen sein? Alles vor den 80ern wurde doch mit dem Lineal und Stöcken eingeprügelt, da galt strikter Gehorsam. Aber mit selbstständigem Denken hatte das nichts gemein. Seither gibt es viel Frontalunterricht, die Autorität sinkt, aber selbstständiges Denken fehlt dort auch. Und was man heute unterrichtet?… Kann ich nicht mitreden 😉

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    2. Liebe Roe, es geht ja nicht darum mehr Abiturienten zu erschaffen, da haben wir womöglich genug, doch eine Chancengleichheit, bessere Unterrichtsbedingungen und praxisbezogene Schulabschnitte wären dringend erforderlich. Mehr Menschen eine echte Perspektive zu bieten veringert Extremismus, wird ihn aber natürlich nie verhindern.

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      1. Ich bin weiterhin nicht überzeugt 😉
        Da es heute Menschen gibt, die gebildet (und gut erzogen) und die extrem sind, es andererseits aber „ungebildete“ Menschen gibt, die trotzdem sehr vernünftig reagieren, halte ich das bestenfalls für einen Ansatz…

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      2. Aber es immer nur ein Ansatz liebe Roe, es gibt nie „das eine Problem“, nach dessen Lösung alles besser wird. Doch alle Ungerechten Dinge des Lebens (Medizin, Bildung, Bezahlung) verstätken den sozialen Flächenbrand und entzweien die Gesellschaft.

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  2. Über deinen Blog bin ich nun schon mehrmals zu dieser streitbaren Schreiberin gekommen. Es ist sehr interessant, eine Sicht auf Deutschland zu bekommen, die etwas von außerhalb kommt, aber manchmal merkt man doch, dass ihr der kulturelle Hintergrund fehlt.

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    1. Ich glaube, dass Mayumi die Dinge mit einem scharfen Schwert teilt und wir sind es eher gewohnt böse Nachrichten gut verpackt zu bekommen. Ich teile ihre Meinung auch manchmal nicht, doch wenn ich ehrlich bin, trifft sie ziemlich oft den Nagel auf den Kopf, nur ist dies eben unbequem. Zudem leide ich jetzt bereits unter Altersmilde, war aber in meiner Hugend eher schwarz/ weiß eingestellt ohne Kompromisse, was sich wirklich schwer ein Leben lang durchhalten lässt. Liebste Grüße nach Italien!

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  3. Auf jeden Fall danke ich für die interessante Anregung, wobei ich nicht in allen Punkten zustimmen würde, die sie außerhalb des Beitrages anstößt.
    Aber ich werde meinen Mund lieber bedeckt halten, man soll ja nicht wissen, wie blöd man wirklich ist 😉
    Ja Politik verursacht mir in letzter Zeit großes Kopfzerbrechen. Apolitisch zu sein war ein Luxus.

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    1. Moin Jimmy, Mayumi ist sehr streitbar und sie möchte es auch. Provokation der Jugend nehme ich an, denn in jungen Jahren wollte ich ebenfalls alles schwarz/ weiß haben 😉 Heute betrachte ich die Welt mehr von oben und sehe die anderen Farben und verschwende meine Kraft nicht mehr anderen die Farbe auszureden 🙂 Komm gut durch die Woche!

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