Der Bauch des Fotografen …

P1040932Wer jetzt etwas zarter ist und nicht gerne Horrorfilme guckt, kann ja noch schnell das Fenster zu machen, für alle anderen hier eine kleine Einleitung zum technischen Vorgang. Mit Hilfe von Kohlensäure wird der Patient (das wäre dann ich) so aufgepumpt, dass verschiedene Geräte im Körper Platz haben, als das wären. Licht mit Kamera (ganz wichtig), Schneidewerkzeug, Zange und weil es etwas komplizierter wurde, zusätzlich eine Fräse mit Filterfunktion zum Ansaugen kleiner Steinchen und sonstigen Materialien, sowie ein zusätzliches Instrument, welches ich nicht mehr identifizieren konnte, aber ein Loch hinterlies. Immerhin. Die Bilder reichen bis 14:40 Uhr, danach wurde es nochmal für fast drei Stunden hässlich, weshalb wohl keine Aufnahmen mehr gemacht wurden, schnüff. Wie sagte meine Nachtschwester doch so schön? „Hier lieben es alle, wenn der Patient zufrieden ist und das Essen toll schmeckt!“ In dem Sinne, meine Grüße und Dank ans Chirurgenteam und den talentfreien Koch 🙂

Der Bauch des Fotografen …

oder fünf Löcher bis Weihnachten. In diesem Jahr habe ich wieder eine Weihnachtsgeschichte für euch und natürlich ist sie wahr, denn die besten Lektionen schreibt das Leben und nicht die Phantasie.

Wie oft an einem Dienstag sitze ich bei Frau Dr. Doolittle, wir trinken gemeinsam einen Kaffee, reden über das Leben und auch über Essen und Rezepte. Ein großer Korb gesammelte Pilze (Herr Prof. Doolittle ist Experte auf diesem Gebiet) wird verarbeitet und ich probiere davon, als geschätzter Mitverkoster. Es ist lecker, doch die Zeit drängt mich zur Heimkehr. Am nächsten Morgen um 6 Uhr liefert mich meine Frau in der Notaufnahme ein, mit Verdacht auf eine Pilzvergiftung. Selbstverständlich habe ich Familie Doolittle auf den AB gesprochen, schließlich könnte es ihnen doch schlecht gehen und ich würde mir schäbig vorkommen nicht wenigstens angerufen zu haben.

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Im Vorraum zum Gemetzel

Nach eingehender Untersuchung, Ultraschall und Abtasten mit der immer gleichen Frage, „tut das weh?“, gibt es eine gute Nachricht. Die Pilze sind es nicht. Es ist die Galle.
„Wie lange haben Sie schon Probleme damit?“, fagt mich der knittrig aussehende junge Arzt.
„Noch nie“, anworte ich wahrheitsgemäß und das stimmt. Ich könnte sogar Stinkefisch aus Norwegen essen ohne das mir schlecht wird und außer einer echten Abscheu gegen unhygienische Zustände in der Küche, bin ich ziemlich abgehärtet.
„Mhhh“, brummt der Mediziner. „Haben Sie heute schon abgeführt?“
Ich beiße auf meine Unterlippe, mein Gesicht ist kalkweiß und der Tropf läuft seit einer halben Stunde ergebnislos in meinen Arm.
„Was denn? Die Steuern?“, anworte ich bissig.
„Ihren Stuhl.“, bleibt er ganz gelassen.
„Nein, der steht zu Hause“, presse ich hervor, weil mir die Fragen bereits vom dritten Wasauchimmer gestellt werden, ohne das es mir davon besser geht. Ich stelle fest, dass Schmerzen meine Demutsgrenze empfindlich anheben und gelobe sofortige Besserung, indem ich alles beantworte.
„Wir nehmen Sie jetzt sofort auf und da Sie noch nüchtern sind, werden Sie gleich heute vormittag operiert.“
„Ähm, das geht nicht so schnell bei mir“, stammele ich unbeholfen herum.
„Wir müssen, denn Ihre Galle ist erheblich erweitert und bis zum Platzen voll mit Kiesschlamm. Wenn die Blase perforiert ist das nicht gut für Sie. Daran kann man sterben.“
Ich grinse nicht und meine Frau kennt mich gut genug um zu wissen, dass der Arzt meine Meinung nicht ändern wird. Ich gehe also, stelle am selben Tag meine Essgewohnheiten um, mache einen Termin für die Voruntersuchungen und soll am 1. November operiert werden. Leider kommt mir eine Bronchitis, Nasennebhöhlenvereiterung und Mittelohrentzündung dazwischen, aber schließlich ist es soweit und wir einigen uns auf den 29. November. Ich schlafe schon seit Jahren nicht mehr außer Haus und alleine diese Tatsache verursacht mir echtes Kopfzerbrechen, denn im Schlafzimmer bin ich nicht der gesellige Typ und meine Toilette teile ich ungerne mit einem Haufen Fremder, selbst wenn die Umgebung steril sein sollte, aber ich muss ja, verdammt.

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Blick aus dem Fenster

Ich schreibe mein Testament, weil ich ein echt mieses Gefühl habe und meine letzte Narkose mit 6 Jahren war und daran habe ich keine guten Erinnerungen. Holger und die Holde grinsen, als ich davon erzähle, aber ich meine es ernst. Ich bin hin und hergerissen, wen ich alles darüber benachrichtigen soll und entscheide mich schließlich dafür, es für mich zu behalten. Es soll sich keiner Sorgen machen, schon gar nicht um mich. So tue ich alles wie immer und fahre mich Mittwochmorgen selber in die Klinik, da ich schon um 6:30 Uhr da sein soll und jetzt meine Frau stark Erkältet ist.

Ich betrete mein Zimmer. Es ist leer. Ich könne mir eine Ecke aussuchen, hatte mir die Krankenschwester gesagt und so wähle ich den hintersten Winkel, mit Blick auf das Lahnufer, die Autobahn und ein kleines Gewerbegebiet. Es fängt an zu schneien und ich denke, „Mist, gerade jetzt, wo ich nicht raus kann um meine geliebte Eiche zu fotografieren“, aber ein paar Aufnahmen aus dem christlichen Krankenhaus tun es ebenfalls. An der Wand hängt ein Kalender und der Spruch des Tages ist wenig ermutigend für mich. Irgendwann gegen 12 Uhr werde ich in den Flur hinausgeschoben und fluchend bugsiert der Pfleger das Bett gegen jede Wand.
„Kein Problem“, sag‘ ich, „ich hab nix gegen Autoscouter“ und halte meine Kamera fest.
„Die dürfen Sie aber nicht mitnehmen. Das ist verboten!“ erklärt der Mann etwas gereizt.
„Ne, ist schon in Ordnung“, antworte ich beruhigend, „hab’ ich mit der Narkoseärztin alles abgesprochen. Sehen Sie gerne nach.“
Er angelt nach den Papieren und ließt mir ein paar lange Sätze mit allerlei Fachbegriffen vor und runzelt die Stirn (Das sieht übrigens lustig aus, wenn man jemand seitenverkehrt anguckt).
„Das bedeutet, es werden Aufnahmen von innen und außen gemacht. Das volle Programm“, erkläre ich ruhig.
„Warum wollen Sie das?“ fragt meine Bettschubse entgeistert.
„Weil es noch niemand gemacht hat.“ antworte ich in geschäftsmäßigem Ton und denke, dass ja auch niemand die Leutchen fragt, warum sie auf den Mount Everest steigen. Eben weil er da ist.

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Meine Lektüre

Endlich kommen wir im Operationskeller an und der Vorraum wirkt wie ein ausrangiertes Schwimmbad. Bis auf die vielen Apparaturen, die den Eindruck vermitteln mich in einem verstaubten Uniraum zu befinden, wo die alten Computerschätzchen aufgehoben werden, bis jemandem eingefallen ist, wohin die entsorgt werden sollen.
„Ich weiß, es sieht hier aus wie im Schwimmbad, wegen der Kacheln“, flötet mir ein sichtlich wacher Arzt entgegen.
„Ist mir nicht aufgefallen“, brumme ich halbnackt auf meiner schwarzen Gummimatte, und meine mich erinnern zu können, so etwas schon mal in einer Tierklinik gesehen zu haben.
„Sie sind also DER Fotograf!“ sagt der Mann fast ehrfürchtig.
„Wieso, DER Fotograf?“ will ich wissen.
„So etwas hat es hier noch nie gegeben, aber Sie müssen wirklich überzeugend bei der OP Besprechung gewesen sein und ich finde es witzig!“ antwortet er freudestrahlend.
„Danke“, sage ich knapp. „Ich mache es ja auch nur, weil sich keines meiner gutausehenden Models so ablichten lassen würde.“
„Verstehe ich“, zwinkert er mir zu.
Ich mag den Kerl, kein Gott in weiß (gut, er trägt ja einen grünen Kittel), sondern jemand der noch unter uns Sterblichen weilt. Leider eröffnet er mir jetzt, dass die Narkoseärztin krank geworden ist, aber ich eine Neue bekäme, die den Job auch machen würde, ich müsste ihm nur schnell erklären, wie die Kamera eigentlich funktoniert, da hier alle nur mit Smartphones knipsen.


„Ätzender Zeitpunkt!“, denke ich und fange schnell an, ihm die wichtigsten Funktionen zu erklären und frage nach den Lichtverhältnissen, während er auf meinen Handrücken eindrischt wie ein Verrückter, um eine Vene dazu zu bekommen an die Oberfläche zu pochen, um einen Zugang legen zu können. Die letzten Fragen klären wir, während er eine schwarze Atemmaske auf mein Gesicht presst und mich bittet tief einzuamtmen.
„Hey“, sage ich noch schnell, „wenn es schief geht, machen Sie sich keinen Kopp, ich bin 53 und hatte ein wirklich gutes Leben, also alles gut.“
Der Mediziner lächelt mich zuversichtlich an und teilt mir abgehärtet mit, dass solche Sachen wirklich nix außergewöhnliches wären und ich bald schon wieder oben im Zimmer läge. Doch dann fragt er doch noch schnell, was die Narkoseärztin machen soll, falls diese doch nicht mit dem Hightech-Gerät zurecht kommt.
„Dann stellen Sie den Wahlhebel auf „A“ wie Armleuchter.“ Vielleicht habe ich es auch nicht mehr gesagt und nur gedacht, da verschwimmen schließlich die Grenzen und es wird echt schwarz um mich.

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Erstes Bild danach …

Alles klingt, als ob ich ein Spielzeug in einer Geschenkbox wäre. Weit entfernt, dumpf und es ist dunkel.
„Da sind Sie ja wieder!“ flötet mir eine weibliche Stimme leise entgegen.
Draußen ist es dunkel und es schneit. Ich erinnere mich an die Worte meines Operationsbegleiters, der mir gesagt hätte, dass ich aufwachen würde sobald er die Maske wieder abnehmen würde. Irgendwas stimmt also nicht.
„Wie fühlen Sie sich?“ fragt die Schwester besorgt.
„Fusselig und meine linke untere Lippe ist taub“, antworte ich wahrheitsgemäß.
„Oh ja, das tut uns leid. Ist im OP passiert.“
Ich fühle mich wie ein Stück Holz, versuche aber dennoch meine Brille zu finden, die mir schließlich gereicht wird. Ich schiebe sie zeitlupenartig auf meine Nase und schnaufe aus. Die Kamera liegt unversehrt auf dem Nachttisch und steht auf „A“, wie Automatik. Kluges Mädchen, hoffentlich hatte sie ruhige Hände (hatte Sie) und ich stelle mal eine investigative Frage, weil meine Freundin Dr. Doolittle gesagt hat, „Galle hat bei uns früher der Pförtner in der Mittagspause gemacht.“
„Wieso, was war denn?“
„Ihre Leber hat gesuppt.“, antwortet sie kleinlaut.
Ich verkneife mir zu erklären, dass ich mich mit Küchenbegriffen eigentlich ganz gut auskenne, aber „gesuppt“ nicht gut für mich klingt, doch die nette, immer noch verschwommene Schwester redet zum Glück weiter.
„Es wurden beim Entfernen der Galle Gefäße verletzt und Blutungen traten auf, an der Leber. Deshalb waren Sie viereinhalb Stunden im OP.“
„Von wegen Pförtner“, denke ich, aber immerhin liege ich hier und kann sprechen, also ist doch alles gut.
„Kann ich noch irgendwas für Sie tun?“, fragt sie superfreundlich.
„Ja“, antworte ich völlig ernst. „ich möchte was zu Essen haben und wann darf ich nach Hause?“
Ein schallendes Lachen ist die Antwort.
„Sie haben gerade eine schwere OP hinter sich, da gibt es nix zu Essen und frühestens nächste Woche dürfen Sie nach Hause.“

Am nächsten Morgen kommt der Chefarzt vor der Visite auf mein Zimmer, erklärt mir wie kompliziert mein Fall wurde, während ich da ahnungslos auf dem kalten Tisch lag (naja, ist eigentlich nicht wahr, da die mir einen Haufen geheitzer Decken übergeworfen haben, als ob ich ein Rennpferd wäre) und das ich noch einige Zeit bleiben müsse. Ich insistiere und erkläre ihm die Vorzüge meiner vorzeitigen Entlassung am Freitag. Er schüttelt den Kopf, aber ich lasse nicht locker. Das Essen war zwar eine mittlere Katastrophe und es war mir bisher nicht bewußt, dass man Lebensmittel derart versauen kann, aber man lernt ja nie aus und die für die kurze Zeit meiner Anwesenheit ging das schon in Ordnung.

Der schönste Teil der Geschichte ist der Besuch von Goldstück in meiner Einzelzelle, die mich sieht und mit den Worten begrüßt.
„Oh je, oh je, armer, armer Onkel! Hast Du Schmerzen?“
„Ne“, sag’ ich, „nur wenn ich lache oder huste und beides muss ich im Moment nicht.“
Sie sieht meinen Zugang auf der Hand und will die Pflaster und Drainagen am Körper sehen, dort, wo das Blut noch reinsuppt. Sie sieht traurig und bestürzt aus. Gerade diese kleine Prinzessin, die selber schon mehr Zeit in Krankenhäusern verbracht hat, als wir alle zusammen, ist so unglücklich über meinen Zustand. Ich werde traurig, weil ich mich für einen winzigen Moment für viel zu wichtig genommen habe und greife ihre Hand.
„Den Backtag machen wir, wie besprochen, ich halte mein Wort.“
Das kleine siebenjährige Gör grinst glücklich über das ganze Gesicht und flüstert mir zu.
„Ich habe unser Geheimnis nicht verraten, Onkel.“
„Ich weiß“, sage ich glücklich aus tiefstem Herzen, denn wir wollen ihrem Papa, meinem Freund Holger, eine kleine Lebkuchentochter backen, ganz nach ihrem Vorbild und es war ihre Idee alleine und ich werde dabei sein. Kann die Vorweihnachtszeit noch schöner sein? Nächsten Samstag sind wir verabredet und werden den ganzen Tag Leckereien machen, ich werde die doofe Galle vergessen haben und die fünf Löcher, die sie deswegen in meinen Körper bohren mussten. Das ist doch nicht zuviel, für eine so schöne Erkenntnis, oder Freunde?

Mein Zitat stammt von Paul Lafargue (1842 – 1911), französischer Sozialist, Schüler und Schwiegersohn von Karl Marx.

„Die Medizin ist ohne ein gewisses Maß an Scharlatanerie nicht auszuüben.“

Es grüßt Sie Ihr löchriger Arno von Rosen, Buchautor, Kolumnist, Blogger und untalentierter Medizinleie. Alleine in den letzten drei Tagen habe ich mir mit der Trombosespritze einmal in den Daumen, einmal durch die Hautfalte und einmal in den Zeigefinger gestochen und es liegen noch vier Tage vor mir. Bleiben Sie bitte am Leben, gerne gesund und sagen Sie Ihren Liebsten, was Sie für Sie empfinden, selbst wenn das Gefühlsduselig klingt.

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108 Gedanken zu “Der Bauch des Fotografen …

  1. boah, Arno, du machst ja Sachen. Text und Fotos über deine OP konnte ich nur überfliegen, sonst sackt mir der Kreislauf weg. Empathie hat eben auch Schattenseiten, lach. Freut mich, dass du wieder da bist! 😀 Lass es langsam angehen und erhol dich gut!

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  2. Ach du meine Güte, was machst du denn für Sachen???? Wolltest du die Krankenkasse noch etwas erleichtern???? oder der Ärzteschaft die Langeweile vertreiben????

    Spaß beiseite, das ist wirklich keine Kleinigkeit. Mußt du jetzt ewig Diät halten????

    Ich hoffe, dass du keine Schmerzen mehr hast und die Löcher wieder zugeheilt sind.

    Die Freude aufs Backen hilft beim Heilen ganz enorm, da bin ich sicher!!!!

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    1. Liebe Ilanah, wer mich kennt weiß, dass ich von Diäten nix halte 😉 Ich habe meine Ernährung angepasst, musste dies aber nicht tun, laut Ärzten. Ein paar Löcher sind schon zu, andere brauchen noch etwas Zeit, aber insgesamt geht es mir schon wieder gut und ich freue mich auf eine ruhige Weihnachtszeit! Die Wünsche ich dir selbstverständlich ebenfalls 🙂

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      1. Da können wir uns die Hand reichen, ich halte auch nix von Diäten.
        Und von Ärzten auch nur bedingt. Ich habe über zwanzig Jahre hier in der Uniklinik gearbeitet, das hat mir gereicht.
        Ich hoffe inständig, dass ich deren „Gastfreundschaft“ nie in Anspruch nehmen muss.
        Die ambulanten Besuche sind für mich schon schlimm genug.

        Die Weihnachtsgans ist aber erstmal gestrichen, oder? Wäre noch ein bissel früh, könnte ich mir vorstellen.

        Danke für die Weihnachtswünsche, ruhig angehen lasse ich es auf jedenfall.
        Ich bin schon gespannt, ob du uns Fotos von deinem Backwerk mit dem Goldstück zeigst 😉

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      2. Dann bist du ja vom Fach! Weihnachtsgans gibt es bei uns nie, eher Truthahn, denn hier mag keiner fettiges Essen 😉 Ich sehe eine Klinik auch lieber von außen, wenn überhaupt, obwohl die alle superfreundlich zu mir waren 🙂

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  3. Meine Gallenop liegt ein paar Jahre zurück und verlief aber nicht so spektakulär ab. 😅
    Zum Glück bin hart im Nehmen und konnte deinen Op-Roman bis zum Ende durchlesen.
    Na Mensch du machst Sachen. Und Kamera mit in den Opsaaal, da soll mal einer drauf kommen oder sich überhaupt trauen, zu fragen. 😄
    Wünsche dir weiterhin gute Besserung, pass gut auf dich auf und viel Spaß beim Backen mit der Kleenen. 😃

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    1. Dankeschön meine Liebe und hast du denn schöne Steine von deiner OP? Bei mir war es ja nur blöder Schalmm/ Zement und der ist nicht im Filter hängen geblieben 😉 Wie lange hat es bei dir gedauert, bis wieder normal essen ging? Hab eine prima Winterwoche 🙂

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      1. Ich hatte nur ein einziges Steinchen drin. Der war auch nicht klein. Lange hatte ich den im Glas aufbewahrt aber irgendwann dann doch entsorgt.
        Eigentlich sollte nur der Stein raus, als ich aus der Narkose erwachte, sagte man, man habe die ganze Gallenblase entfernt. 😣
        Nach 5 Tagen war ich wieder fit. Der Arzt sagte, ich solle bei deftigen Essen aufpassen. Ich hatte aber alles essen können. Bis vor ein paar Jahren, jetzt muss ich aufpassen.

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      2. Die ersten Tage habe ich schon gelitten. Ich bin sehr schmerzempfindlich 😅 .
        Aber bei dir war’s ja doch wesentlich schlimmer, wenn dann da noch was schief geht.
        Aber du hast es überstanden. So ne Op ist trotzdem kein Spaziergang.
        Hab einen schönen entspannten Abend 🌙⭐️

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  4. Wieso klingt das bei Männern immer wie kurz vor Tod, gleichzeitig wollen sie aber total unvernünftig schnell heim?
    Ich hab doch dasselbe im Sommer mitgemacht und nach der OP nicht mal Schmerzmittel gebraucht. Also heul hier nich rum 😀 😀 😀 *Pflaster auf Stirn kleb und Kamillentee reich*

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    1. WIE? Du hattest ebenfalls eine Gallen OP und schreibst keine geile Geschichte darüber? Schäm dich liebe Roe, die wäre doch ein Traum gewesen 😀 Die Schmerzmittel habe ich nur in der Klinik genommen, nicht zu Hause. Schließlich will ich ja wissen, wann der Schmerz nachlässt 😉 Nur sich selber Spritzen geben finde ich gruselig, sonst können wir auch gerne ohne Narkose das Messer ansetzen 😀 Danke für den Kamillentee, ist saumäßig kalt draußen 🙂

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      1. Nope, keine Gallen-OP. Aber eine Bauchspiegelung 😉
        Ich habe die Thrombose-Spritzen nur im Krankenhaus gesetzt bekommen, Schmerzmittel gab’s überhaupt keine (Kassenpatient, muar! Nein Spaß…).
        Und die Geschichte ist hier, wir erinnern uns: https://roerainrunner.wordpress.com/2017/07/13/72-kunstfehler-und-halloween-kostueme/
        Wenn der Arzt eine Empfehlung ausspricht, folgt man der. Und läuft nicht noch vier Wochen durch die Landschaft *klapps* 😀

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  5. Ich mag auch keine Gans. Bevorzuge auch Truthahn, wenn überhaupt.

    Die Kliniken (bzw. ihr Personal) müssen sich auch anstrengen, die Konkurrenz schläft nicht 😉
    ICh bin ja dafür, dass Kliniken nicht profitorientiert arbeiten dürfen, das würde manches entspannen.

    Wobei Gallenkolliken sooooo üble Schmerzen sind, da will man nur Hilfe haben, damit das bald weggeht, alles andere ist eher zweitrangig.

    Du schreibst von einem weniger guten Klinikaufenthalt als 6-jähriger, das war sicher schlimm, ich bin ja Kinderkrankenschwester und kenne es von früher, dass sehr viele Kinder danach traumatisiert waren. Das fand ich wirklich grauenvoll.

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    1. Kinderkrankenschwestern sind toll, da hat Goldstück nur gute Erfahrungen gemacht. Früher war das alles etwas robuster, vermute ich, denn ich wurde behandelt wie ein Stück Holz und da musste man noch 10 Tage in der Klinik bleiben bei Haferschleim & Co. und strickt eingehaltenen Besuchszeiten.

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      1. Ja, heute ist es zum Glück viel besser.
        Als ich anfing gab es auch noch die festen Besuchszeiten von 15-16 Uhr, da haben die meisten Eltern noch gearbeitet und konnten nicht kommen, frei gab es auch nicht für die Eltern kranker Kinder.
        Ich habe mich schnell total unbeliebt gemacht, weil ich dafür kämpfte, dass die Mütter/Väter bei ihren Kindern übernachten durften und dafür, dass die Besuchszeiten abgeschafft wurden. Das brachte sowohl Ärzte als auch Schwestern gegen mich auf.
        Aber zusammen mit dem Aktonskomitee „Kind im Krankenhaus“ war das ziemlich schnell geschafft und heute ist es ganz normal.
        Die Erfahrung, die du gemacht hast, die war leider gängig damals….grauenvoll 😦

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  6. Es freut mich von Herzen, lieber Arno,
    daß Du dieses Gallendrama hinter Dir hast.
    Dein Bericht ist köstlich selbstironisch und zeugt von unkonventioneller Tapferkeit.
    Nach der Krankenhauskantinenkost wirst Du Dein liebevoll selbstgekochtes Essen noch mehr als bisher zu schätzen wissen.
    Nachhaltige Ausheilung und ein feines Lebkuchenmädelsbacken wünscht Dir
    Ulrike 🙂

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  7. Lieber Arno, als ich gestern morgen dies hier las, fehlten mir erst die Worte aus Betroffenheit und ich war überglücklich, dass du die O.P. trotz alledem gut überstanden hast und nochmal glücklich war ich, dass sich die Bilder nicht laden wollten, denn ich kann kein Blut sehen. 🙈 Meine Burschen haben mir dann am Nachmittag versichert, keine schlimmen Bilder! 🤗 Ich wünsche dir schnellste und beste Genesung und möchte hier an dieser Stelle liebe Grüße an deine Frau ausrichten, es war auch für sie sicher kein Spaziergang. Also, liebe Grüße 🙂 und eine schöne Vorweihnachtszeit, besonders auch mit Goldstück. 👧🏻👩🏻‍🍳

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  8. Meine Güte Arno. Da war ja was los.

    Ich bewundere Deinen Humor. Aber nur mit diesem ist das alles schnell zu verarbeiten. „Haben Sie heute schon abgeführt.“ 😂😂😂

    Ich hab gerade die Steuer gemacht.

    Ich wünsch dir ganz schnelle und gute Besserung und einen wunderschönen Backtag mit der kleinen Maus!

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  9. Lieber Arno! Oh je! Das war also Dein ,,langer, einsamer Weg“ zu einer anderen Ernährung, der mich schon so etwas hat ahnen lassen! Galle tut gemein weh! Hättest es halt gleich hinter Dich gebracht! Aber ich kann Dich gut verstehen! Gott seis gedankt, dass Du alles heil überstanden hast! Übrigens glaubst Du gar nicht, wie guut so ein Patientenfrühstück schmeckt, wenn Du die ganze Nacht am OP-Tisch gestanden hast! Alles Liebe und erhol Dich gut, Nessy

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    1. Dir hätte ich sehr gerne über die Schulter geschaut liebe Nessy und mein Patientenfrühstück hätte ich Dir gerne überlassen 🙂 Als Schonkost gab es drei Stück Butter, aber sie haben mir freundlicherweise Quark gebracht 😀

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  10. Der Profi mit einer unglaublichen Portion Galgenhumor😂
    Ein Tipp für deine kulinarische Zeit nach dem Krankenhaus: Artischockentabletten besorgen. Sie helfen deiner Leber – die Suppende – da sie ohne Galle noch mehr arbeiten muss. Gute Besserung und alles Liebe Erika

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  11. Ohje, du machst Sachen. 4,5 Stunden, puh, das ist lange. Gut, dass es überstanden ist.
    Sag mal, wo hast du denn die Fotos her? Die sind doch nicht echt?
    Du schaffst es aus dem Kranksein eine gute Geschichte zu zaubern. Gute Besserung weiterhin und liebe Grüße, Marion

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  12. Ach menno, immer komme ich zu spät. Endlich wieder mal Internet und Kommentarmöglichkeit und ich möchte es trotzdem nutzen. Es tut mir so leid, was Du da alles erlebt hast und hoffe, Du bist bald wieder auf den Beinen, lieber Arno. Da mir diese Art Krankenhausaufenthalt sehr bekannt ist, erlaube mir bitte, dass ich irgendwie über Deine hinreißenden Beschreibungen hin und wieder lachen musste (Decken aufgelegt, als sei ich ein Rennpferd zum Beispiel – kenne ich auch 🙂 ).

    Ich drücke Dir ganz sehr die Daumen und wünsche Dir Kraft für diese Zeit.

    Herzliche Grüße

    Sylvia

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  13. Mein Gott, was für eine Geschichte und so wunderbar beschrieben. Und dann die Idee mit der Kamera. Klasse ! Trotz all des „Grauens“, haha, kam immer das Schmunzeln durch 🙂 Der Wandkalender ist ja auch „allerliebst“ 😉 Dann wünsche ich jetzt mal vergnügliche und entspannte Tage beim Backen !!!

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    1. Dankeschön liebe Almuth und inzwischen ist auch der letzte Schmerz verschwunden und kein täglicher Gedanke schwebt mehr im Kopf rum, der mich an diese Tage erinnern würde. Meine Weihnachtsvorbereitungen laufen unter Keksvolldampf und ich konnte ein paar Menschen mit der Backerei glücklich machen 😉 Dir einen wunderbaren Wintertag mit besten Grüßen aus dem tiefverschneiten Marburg!

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      1. Das ist super und es freut mich zu hören. Das ist Metamorphose: die Wandlung vom Operierten zum Weihnachtsplätzchenbäcker 🙂 – Tief verschneit ? Das klingt schön 🙂 Ich dachte, es sollte hier auch schneien, aber zur Zeit ist nüscht. Dir auch einen zauberhaften Wintertag ! liebe Grüße aus dem noch trockenen Hannover, Almuth

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