Schulden, Dank & Rosen

Über das Jahr sammeln sich doch eine ganze Menge unerledigter Dinge an, die mich als hochsensiblen Menschen nicht mehr loslassen, wenn diese nicht zu Ende gebracht wurden. Um die Langspielplatte in meinen Kopf abzustellen zeige ich euch ein paar Geschenke von ganz lieben Freunden, die mich immer wieder bedenken und beschenken oder mir Versprechen abgerungen haben, die ich kaum im Alltagsumfeld einbauen kann, welche aber in einer solchen, etwas ruhigeren Zeit, ihr Plätzchen bei mir finden. So hatte ich Susanne Haun zugesagt doch etwas mehr über meine Künstlerfamilie zu schreiben und einigen anderen Bloggern, doch mehr über meine Herkunft und meinen Namen zu verraten. Ein blind gezeichnetes Bild bin ich ebenfalls noch schuldig, sowie ein gesungenes Lied (muss ich schon wieder verschieben, da mir ihr Papa die Datei nicht geschickt hat), was ich dann aber Goldstück überlassen habe, weil die sowieso den ganzen eigene Texte zum besten gibt (so wie gerade, als ich dies schreibe und sie im Wohnzimmer ihre Puppen ansingt 😉 ) und jetzt schon ungeduldig auf ihren Onkel wartet, weil WIR doch spielen wollen 🙂 Sollte ich über die hier eingelösten Versprechen noch Verbindlichkeiten euch gegenüber haben, bitte ich es mir nachzusehen und ich kann vielleicht in den Kommentaren antworten. Mein Privatleben ist mir nicht nur wirklich heilig, ich benötige auch die absolute Ruhe, um überhaupt arbeiten zu können, weshalb ich nicht so in die Öffentlichkeit strebe, wie es für mich notwendig wäre, aber ich hoffe immer noch auf meinen Durchbruch, ohne sämtliche Beinkleider fürs Publikum fallen lassen zu müssen. Man wird sehen, ob die Utopie von mir eintrifft oder mein Werk erst nach meinem Ableben einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht 😉

Hier nun zuerst mein Selfie mit Kohle (wie immer) und mit geschlossenen Augen. Es gibt fast keinen Unterschied zu geöffneten Pupillen 😀 Ich hatte übrigens auch Ohren gezeichnet, finde diese aber nicht im Bild wieder 😉

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Nun ein paar Geschenke, die ich übers Jahr bekommen habe und über die ich mich immer sehr freue ❤

Jetzt folgt der etwas verworrene und komplizierte Teil meiner Historie, die ich auf den mütterlichen Part beschränken muss, da auch auf des Vaters Seite eine nicht minder bunte Lebensgeschichte zu berichten wäre, immerhin bis zurück zum späten 18. Jahrhundert.

PferdekopfMein Großvater Helmut Hohlfeld (1904-1986) war Schüler des Bauhauses in Dessau, wo sein Vater Leo Hohlfeld (1872-1951) die Zeichenklasse leitete und Mitbegründer dieser Einrichtung war, die Walter Gropius ins Leben gerufen hatte, welcher selber anfang der 1930er Jahre in die USA emigrierte, woraufhin das Bauhaus geschlossen wurde. 1933 trat Leo in die NSDAP ein (und 1939 wieder aus, was ihn sofort seinen Job kostete), da er sonst nicht den Deutschen Kunstpreis 1935 bekommen hätte. In diesem Zuge wollten die Nazis feststellen, ob auch genügend arisches Blut in der Familie herrschte und so wurde ein Ariernachweiß erstellt. Dieser dokumentiert, dass Leos Vater, ein Mann mit Vermögen, wie auch noch sein Sohn Leo (dessen Bilder noch im Museum Dessau zu sehen sind), mit Sophie von Blücher verheiratet war, einer Enkelin von Gebhard Leberecht von Blücher, also meinem Ur-Ur-Ur- Urgroßvater, dessen Geschichte bis in das Jahr 1214 zurückgeht. Dazu gehören auch die Ritter und Prinzen von Ferber, ein Adelsgeschlecht aus Meck-Pomm, wo noch eine der Ritterburgen zu besichtigen ist (der Name wird nachgereicht, sobald er mir wieder einfällt). Elbe bei Dessau, Leo HohlfeldZu dieser Zeit, bis etwa 1825 gehörten fast ein dutzend solcher Rittergüter zum Familienbesitz, die aber scheibchenweise verzockt wurden, da wir leider kein glückliches Händchen beim Spielen hatten und haben. Immerhin hat dieser Ariernachweiß dazu geführt, dass Helmuth sich aussuchen durfte ob er lieber ins KZ oder an die Ostfront wolle. Er entschied sich für den Russlandangriff, aus dem er mit seinem schwer verletzten Sohn entkommen konnte um einige Zeit später an der Westfront in kanadische Gefangenschaft zu geraten. Aus dieser Zeit stammt auch die Pferdezeichnung. Von meinem Grovater Helmuth habe ich auch das Zeichnen gelernt, da ich dort von meinem 5 bis zu meinem 9 Lebensjahr gewohnt habe.

Die Geschichte des berühmtesten Urahnen der Familie, dem Feldmarschall von Blücher, Fürst von Wahlstatt zu Rosenow (Achtung, nicht verwechseln, dies war nur ein Ort, nicht der Familienname) ist ja doch etwas bekannter, aber wer etwas mehr über den General, seine militärische Laufbahn und etliche weitere blaublütige Verwandtschaft erfahren möchte, liest HIER! Nur so viel zum Ur*-Großvater. Er war tatsächlich ein etwas verschrobener Kauz mit durchaus skurilem Humor, der den Menschen auch erzählte er sei von einem Elefanten schwanger usw. , aber ich kann jeden beruhigen, der Mann wußte nur sich gegen blöde Zeitgenossen zu wehren und sein Humor, sowie das Revoluzer-Gen sind bis heute in der Familie erhalten geblieben 😉 Immerhin hat Berlin ihm eines seiner Wahrzeichen zu verdanken, die Quadriga auf dem Brandenburger Tor, welche her höchstselbst aus Paris abgeholt hat, nach der Schlacht bei Waterloo. Dort hatte man ihn übrigens zwei Tage zuvor schon für tot gehalten, da er unter seinem erschossenen Pferd begraben wurde. Doch einer seiner Generäle (Gneisenau) hat ihn in einem nahe gelegenen Wirtshaus mit Gin und Knoblauch wieder aufgerichtet und vollends geheilt (wohl erste Versuche in alternativer Medizin)

BlücherDie Ahnenreihe derer von Rosen reicht nicht ganz soweit zurück, wie die der Blüchers (nur etwa 1276) und sie waren auch nur einfacher Landadel mit mehreren Hofgütern, aber immerhin Namensgeber für mich und das kam so. Der Stammbaum meines Vaters brachte erhebliches Geld mit in die Familie (Geld und Adel haben sich schon immer geliebt) und mein Blücher-Gen war so ausgeprägt wie schon seit zwei Generationen nicht mehr und so wollte mir mein Vater seinen Namen abkaufen und mir dafür den meiner alten Familie schenken (sagen wir mal schenken, weil es besser klingt und weil dieses Kapitel meines Lebens ein recht dunkles ist). Da ich dies kategorisch ablehnte (natürlich wollte ich es, aber nicht zwingender Weise), wurde ich mit 17 Jahren von zu Hause ausgezogen und suchte die Wurzeln meiner Familie in der Lüneburger Heide auf, den ursprünglichen Stammsitz der Blüchers und ebenfalls mein Geburtsort, während alle übrigen adligen Familienteile gerne aus dem erweiterten Osten kamen, wie Pommern und Schlesien. Damals waren die Ossis von heute für uns Wessis. Ja, wie das Leben so spielt 😀 Jedenfalls habe ich nach dem Tod meines Vaters vor etlichen Jahren beschlossen, den alten Namen von Rosen doch anzunehmen, denn jetzt zwang mich ja niemand mehr dazu und ich konnte sicher sein, dass mein Privatleben auch privat blieb und ich kehrte nach über 25 Jahren wieder in mein altes Künstlerleben zurück. Selbstverständlich steht der Name auch in meinem Pass und damals hielt ich ihn für unauffällig (gegenüber dem Familiennamen meines Vaters), auch wenn ich weitläufig mit dem Königshaus der Habsburger oder des halben europäischen Adels verwandt bin (wofür es wirklich gar nix zu kaufen gibt). Jedenfalls erschien es mir leichter und geheimer zu sein, als Blücher oder einer der anderen Titel und Namen der angeheirateten Familien. Ich war noch blutjung und naiv 😉

Arno 17Ich werde natürlich auch oft gefragt, ob das alles eine klasse ausgeknobelte Marketingstrategie war und wie man darauf kommt. Nun, ich habe etwa eine Minute benötigt, um den Namen für meine literarischen Ergüsse festzulegen, eben einer meiner Vornamen und dem alten Titel und es war nie beabsichtigt je etwas zu veröffentlichen oder künstlerisch wieder tätig zu werden. Mein damals geführtes Unternehmen ist eingemottet, aber nicht eingestampft, doch im Moment bin ich mit meinem neuen Leben zufrieden, auch wenn ich noch irgendwie in den Startlöchern für mehr stehe. Übrigens, immer wenn ein Witzbold auf meine Post „Baron“ schreibt, lässt es sich der Briefträger nicht nehmen, klingelt und übergibt mir den Brief oder das Paket mit den Worten, „Eine Depesche, Herr Baron!“ Ich antworte darauf mit, „Danke, Herr Rittmeister!“ War am Anfang echt peinlich, inzwischen lockert es seinen und meinen Alltag auf 😉

Ich hoffe, ihr habt jetzt alle halbwegs den Überblick den ich mein ganzen Leben lang nicht hergeben wollte und der mich nie inetressiert hat, denn seien wir doch mal ehrlich, so ganz unter uns. Ich habe keinen Verdienst an welcher Tat oder welchem Adelstitel auch immer und vom Ruhm irgendwelcher Urahnen zu leben liegt mir nicht, so wie der Besitz von Reichtümern mich eher langweilt, als anspornt, denn ich weiß zu genau, wie unterschiedlich Menschen auf Geld reagieren und das ist in meiner Familie ganz genauso. Ich habe nichts gegen vermögende Menschen und kenne wirklich ganz feine Charaktäre darunter, doch haben die zumeist ihr Geld selber verdient und nicht geerbt, denn das ist keine Lebensleistung, sondern nur Zufall und darauf sollte sich niemand etwas einbilden. So, ich erfinde jetzt das Rad neu und es müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn mir dies nicht gelingt.

Euer Arno …

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61 Gedanken zu “Schulden, Dank & Rosen

  1. Herrlich, ich mag diesen ironischen Grundton in Deinen Lebenstexten. Danke und: Egal wo nun der Name auch herstammt, es ist einfach ein klasse Name. In meiner Sippe, die auch östlich vom Osten herstammt, waren eher Weber und Glasbläser versammelt, aber viel weiß ich eben nicht über sie, denn sie sind alle frühzeitig verstorben und dann, lieber Arno, begrinnt man zu suchen, weil man es nicht glaubt, wirklich ganz vorne zu stehen, und wenn schon, dann muss man plötzlich wissen, worauf man wurzelt… Hab einen schönen Tag!

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    1. Liebe Petra, es ist eigentlich das grüßte Privileg zu wissen woher man kommt, nicht ob irgendjemand adelig war, sondern was die Vorfahren so getrieben haben. Ich vermisse ja immer noch einen Meisterkoch in der Ahnentafel, aber vielleicht bin ich das jetzt und es hat eben 800 Jahre gedauert, bis es soweit war 😀 Dir ebenfalls einen entspannten Freitag 🙂

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  2. Lieber Arno, deine Familiengeschichte ist wirklich interessant und vor allem so witzig von dir aufgearbeitet!

    Ich finde es generell schön zu wissen, woher man kommt… und das ganz unabhängig davon, ob da blaues oder andersfarbiges Blut in den Adern geflossen ist. Vom Adel ist dahingehend viel mehr überliefert als von den Normalos, was es natürlich ungleich leichter macht, sich über seine Herkunft zu informieren. Was haben wohl meine Ur-Urahnen gemacht, während dein Vorfahre mit Gin und Knoblauch aufgerichtet wurde? Tja… das wird mir und der Welt wohl verborgen bleiben. 😉

    Ich wünsche dir für das neue Jahr allzeit kreative Gedanken, echte Freunde und viele, viele schöne Momente mit deinem Goldstück!

    Corinna

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    1. Liebe Corinna, leider wissen nur wenige Menschen was ihr Urgroßvater gemacht hat und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit etwas über meine ursprüngliche Familie zu erfahren, auch wenn alle in Deutschland hocken geblieben sind 😉 Vielleicht waren deine Urahnen verwegene Abenteurer, welche in ferne Länder gereist sind 🙂 Dir und deinen geliebten Menschen wünsche ich ein gesundes und glückliches neues Jahr ❤

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      1. Du hast bestimmt recht. Von irgendwem muss ich dieses Fernweh-Entdecker-Gen bekommen haben. Aber für deine Vorfahren mit ihren beschränkten Reisemöglichkeiten war Deutschland sicher schon groß und abenteuerlich genug.

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  3. lieber Arno, danke fuer den detaillierten Einblick in Deine Geschichte. Daraufhin habe ich gleich mal nachgesehen wo die Kriegsgefangenlager hier in Kanada waren. Diesen Teil der Geschichte wissen und wollen viele Kanadier nicht wissen. Winterlichen Gruss (mit Wind liegen wir heute bei minus 35 Grad) zu kalt fuer mich……

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    1. Minus 35 Grad! Bibber. Bei so einem Wetter war ich nur einmal Ski fahren und habe mir etwas das Gesicht erfroren 😀 Ich weiß nicht, wie die Kanadier ihre Gefangenen behandelt haben, aber mein Großvater ist sehr gut behandelt worden, hat für alle Offiziere Bilder gezeichnet und einen Rucksack voll mit Lebensmitteln mit nach Hause bekommen, wo meine sehr junge Mutter (7 Jahre) und meine Oma vor Glück geweint haben. Es war immer eine gute Erinnerung und mein Großvater war sehr dankbar, denn aus russischer Gefangenschaft wäre er kaum wiedergekehrt.

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      1. Was ich gelesen habe, da ging es den meisten Gefangenen so gut in Canada, dass sie spaeter wiederkamen und blieben. Die meisten dt. Gefangenen wurden von den Allierten nach Kanada verschifft. In Camps untergebracht hatten sie unter ziemlich guten Umstaenden in der Natur gearbeitet. Mein Vater war in russischer Gefangenschaft. Er ist gefluechtet und kam wieder. Leider wollte er nie darueber erzaehlen und das laesst viele Fragen offen.

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      2. Auch mein Opa war in sowjetischer Gefangenschaft und hat nie darüber gesprochen. Ein Tipp, google mal nach „Der Wahrheit verpflichtet“. Da hat der Friseur aus Hundshübel beschrieben, wie es da abgelaufen ist.

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  4. So viel grosse Geschichte und Leben steht in Form deiner Ahnen hinter dir und vieles wurde dir mitgegeben und wirkt in dir. Aus der Perspektive meines kleinen Guckloch auf dein Leben, lebst du diese Vielfältigkeit und deine Talente beispielhaft. Das ist Erfolg – ein erfülltes Leben.
    Das wünsche ich dir auch weiterhin für 2018 und all das, wonach du dich sehnst. Liebe Grüsse Erika
    P.S. Ich wünsche mir ein iPad mit Schublade für Arno‘s Speisenlieferungen🧐

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  5. Sehr spannend , besonders die Bauhaus Vergangenheit hat mich gefesselt!
    Ich habe preußische Wurzeln von Muttis Seite und dänische von Vaters Seite. Und je älter ich werde, desto mehr interessiert mich die Vergangenheit.
    So erfährt man auch, von wem man so manches Talent geerbt hat.
    Du hast die History Deiner Familie sehr charmant und spannend beschrieben! 👌👍
    Danke für den Einblick!

    LG Babsi

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    1. Liebe Babsi, für die Geschichte um die Bauhauszeit habe ich mich immer am meisten interessiert, da ich diese durch meinen Großvater ja praktisch erleben durfte, durch seinen Unterricht, der Rest ist doch schon sehr weit weg und fühlt sich seltsam an. Ich such immer mal wieder nach Gemälden oder Zeichnungen aus dieser Zeit von Leo und Helmuth, aber die sind wahrscheinlich alle noch in Privatbesitz 🙂

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  6. Lieber Arno, ich empfinde es als sehr wohltuend wie du mit deinem Stammbaum umgehst, ich sehe ein gerades Kreuz und einen eigenen Kopf (wobei der ja schon immer sichtbar war 😉 ) – ich danke dir, dass du all das mit uns geteilt hast!
    Viel Freude hatte ich auch bei der Betrachtung deines „Blindporträts“
    Ich wünsche dir ein freundliches, neues Jahr und überhaupt … bleib gesund 🙂
    Herzliche Grüße, Ulli

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    1. Dankeschön liebe Ulli, gerade komme ich von draußen, weil es schneit und ich nachts probieren wollte die Eiche zu fotografieren. Mal sehen ob es etwas geworden ist 😉 Dir alle meine besten Wünsche für 2018 und ich freue mich schon auf Neues vom Berg!

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  7. Lieber Arno, vielen Dank für den ironisch-illustren Einblick in deine Familiengeschichte. Ich fühlte mich fast ein wenig geadelt beim Lesen 😉 Schon spannend, wenn man so viel über seine Ahnen in Erfahrung bringen kann. Mein Vater hat es bis 1640 oder so geschafft. Dann hat der 30jährige Krieg dazwischengefunkt und nicht viel an Informationen übrig gelassen, aber immerhin. – Ein Koch muß ja der erste in der Familiengeschichte sein. Vielleicht gabs ja einen Koch, der nur nicht zu Ruhm gelangt ist 😉 Die Zeichnungen sind klasse. Bauhaus hört sich toll an. Ich wünsche dir alles Gute für 2018 und freue mich auf neue Geschichten im Neuen Jahr ! Liebe Grüße, Almuth

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    1. Dankeschön liebe Almuth und 1640 ist doch klasse, immerhin haben für uns ja Wissenschaftler die Forschung betrieben und alleine ist das viel schwerer, weil man ja kaum weiß auf welchem Amt noch Papiere existieren. Ich freue mich schon auf neue Balkonansichten im nächsten und vielleicht sogar noch in diesem Jahr 😉

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      1. In diesem Jahr kommt vom Balkon nur noch Vogelgezwitscher 😉 Es sieht alles nicht sooo prickelnd aus, obwohl es noch ein paar letzte zarte Blütchen gibt…Aber lange ist es ja nicht mehr hin bis zur neuen Pflanzsaison. Dann bin ich mal gespannt, was dein Wildgartenexperiment macht und freue mich auf Berichte 🙂

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  8. ich zitiere:
    „Eine Depesche, Herr Baron!“ Ich antworte darauf mit, „Danke, Herr Rittmeister!“ War am Anfang echt peinlich, inzwischen lockert es seinen und meinen Alltag auf 😉

    Lieber Arno, ich lache immer noch. Sehr schön. Ich sehe es vor mir, wie Ihr beiden brav Eure Sätze aufsagt. Vermutlich nicht ohne sich vor einander zu verbeugen. 🙂 🙂 🙂
    Komme gut und angenehm ins neue Jahr, lieber Arno. Und: Schön, dass es Dich gibt.

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      1. 😉
        Ja – ganz neuer Adel.
        Bin im Laufe von 2017 60 Jahre alt geworden …
        und bemerke immer öfter,
        dass ich begeistert „von Früher“ erzähle …
        und nenne mich gelegentlich jetzt auch gerne so 😉

        LG, Hiltrud von Früher
        (danke noch für die korrekte Schreibweise – natürlich musssss Früher vorn GROSS sein 😉 )

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  9. Hihi, und ich dachte, Du bist mein „Lieblingskoch“ *lach*. War unterhaltsam. Übrigens habe ich auch „blaues“ Blut in mir, meine Vorfahren waren Ritter oder so, zumindest besaßen wir eine Burg, die ich auch schon besucht habe. Aber für seine Vorfahren kann man eben nichts. Ich bin zufrieden so wie es ist. Du kennst ja mittlerweile etwas mein Leben 😉 Liebe Grüße Katya Bosse

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    1. Liebe Katya, ich bleibe doch gerne dein Lieblingskoch, immerhin ist dies mein schönstes Hobby 🙂 Wäre interessant zu wissen, wer das mit dem blauen Blut in Umlauf gebracht hat, schließlich stammen doch alle von Adam und Eva ab 😀 Bestimmt haben sich auch alle Ritter untereinander gekannt, war ja schließlich auch eine Art Verein 😉

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  10. … eine liebe Studienkollegin von mir gehörte auch familienbedingt dem Hochadel an… sie war ein Punk mit einem großen Herzen… wir hatten sehr viel Spaß… hättest du dich nicht Outen können, Arno von Rosen, bevor Prinz Harry sich verlobte? Ich hätte da noch eine absolut unvermittelbare, bogenschiessende, Merida artige, kunstbetreibende Tochter vorzustellen… die Jane Austin liebende Blumenbeauftragte verbeugt sich anmutsvoll… möge es dein Jahr werden Arno von Rosen, sowie die kommenden… *lächel*

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    1. Allerliebste Blumenfee, es ist mein allererstes Outing und noch nicht mal meine Holde kennt diese Details, weil es mir peinlich ist und ich nicht komisch behandelt werden möchte (was häufiger geschiet, als ich es noch gut finden würde). Siehe es mir bitte also ein wenig nach, wenn ich noch ungeschickt im Umgang mit möglichen Mätressen bin, denn ich kann nur schwer meine Rüstung abstreifen 😉 Rosenblütige Abenddüfte nach Hamburg 🙂

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  11. Lieber Arno, ich habe sehr wenig Beziehung zu den Geschichten, die deine Vorfahren da ausgeheckt haben, verstehe aber, dass sie irgendwie prägend auf den Nachfahren wirken.
    Wirklich gut gefallen mir deine Selbstportraits: das blinde wie auch das junge sehende.

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  12. Lieber Arno! Ich frage mich immer, sollte man sich darüber Gedanken machen? Wenn man Deine Begeisterung spürt ist das zumindest für Dich sicherlich mit einem ..natürlich!“ zu beantworten! Ich gönne Dur von Herzen und freue mich mit Dir, dass Du darüber augenscheinlich viel darüber nachgedacht hast, wo DU ,,herkommst“ und stolz auf Deine Familie bist. Ich selbst war diesbezüglich ziemlich trotzig, habe ich doch mit meiner Hochzeit in vollem Bewußtsein meinen Adelstitel freiwillig abgelegt und mir meine berühmten Vorfahren den Buckel herunter rutschen lassen … Heute sehe ich das auch anders und vielleicht werde ich mich auch einmal daran machen, meinem 8 x 2 Meter großen Stammbaum zu studieren… Am Ende sind wir beide gar noch verwandt? Zumindest dass fänd´ich witzig! Aber jetzt habe ich für so etwas keine Muse … Vielleicht muss man dazu noch etwas mehr gereift sein! Jedenfalls freue ich mich auf tolle Bilder und Geschichten von Dir – bei so einem klasse Erbgut ist es ja logisch, dass Du und Deine Werke brillant sind 😉 Alles Liebe, Nessy
    http://www.salutarystyle.com

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    1. Oh, ich wollte nicht stolz erscheinen, ich habe die Geschichte erst richtig in den letzten Wochen studiert, weil meinen Brüdern und mir erst jetzt die Dokumente vorgelegt wurden. Früher haben wir uns damit kaum auseinander gesetzt und da war mir mein Großvater und Urgroßvater als Künstler wichtig. Sicher sind wir verwandt, denn das war ja in Adelshäusern Gang und Gäbe 😉 Ich würde mich freuen, wenn du mal in einem schönen Beitrag darüber schreibst!

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  13. Also bist du vom Titel her tatsächlich ein Baron?
    Übrigens witzig: Nicht das Privatleben offenlegen wollen, aber die Adresse veröffentlichen 😀
    Immerhin kennst du deine „Herkunft“. Ob und was einem das bringt, ist eine ganz andere Sache. Ich hätte gerne gewusst, woher genau ich komme, aber ich kann nicht einmal herausfinden, wie meine Großeltern zum Dritten Reich standen. Sonst habe ich nur herausgefunden, dass viele Menschen meines Nachnamens zu Beginn des 20. Jhd in die USA ausgewandert sind, was nun aber in Anbetracht geschichtlicher Ereignisse ebenfalls kein herausragendes Merkmal ist. Es grüßt, der Mischlings-Straßenköter 😀

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    1. Liebe reinrassige Roe (sind wir alle übrigens seit etwa 5 Millionen Jahren), ich weiß nicht genau ob es Baron ist oder schon Prinz, aber der Baron ist schon irgendwo bestätigt worden und der Nutzen ist gleich Null 😀 Es gibt ja heute schon ganz brauchbare Suchdienste im Internet, nur weiß ich nicht was die Kosten. Wissen deine Eltern nix über ihre Eltern? Das wäre schade, denn oft gibt es ja interessante Begebenheiten der Vorfahren, die es wert wären sie zu kennen.

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      1. Das Problem beginnt früher: Ich weiß nichts über meine Eltern. Ist immer kritisch bei medizinischen Anamnesefragebögen…
        Alle sonstigen Ahnenforscher-Geschichten sind tatsächlich kostenpflichtig und sehr sehr teuer 😦

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