DSGVO

Arno von RosenZuerst einmal die guten Nachrichten. Niemand der einen privaten Blog (also ohne Gewinnabsicht) betreibt, muss ein Impressum hinterlegen. Auch sind die ganzen Einstellungen am Blog nicht halb so schwierig, wie in der Öffentlichkeit gerne behauptet wird, denn die Plattformbetreiber müssen selber dafür Sorge tragen, dass ihre Mitglieder rechtlich geschützt sind. So bleiben in der Regel wenige Klicks übrig, um einen Blog sicher zu machen. Bei kommerziellen Blogs und Seiten sieht das etwas anders aus, denn diese müssen ein Impressum führen (hier mehr dazu), doch eine Telefonnummer ist auch hier nicht zwingend erforderlich. Wer seine eigene Webseite betreibt, sollte beachten diese als https zu verschlüsseln, so wie es bei wp oben in der Eingabezeile zu sehen ist (grünes Schloss). Plattformen machen dies automatisch, aber eigene Seiten nicht. So muss man diese Option vom Provider (zum Beispiel 1&1 usw.) dazubuchen lassen. Dies ist teilweise kostenlos möglich oder gegen geringe Gebühr. Meine Freundin Arabella hat sich dazu eine völlig ausreichende Datenschutzerklärung eines Online Rechtsanwaltes besorgt (gibt es dort kostenlos), der sich gegen den Abmahnwahnsinn engagiert. Jetzt sind bereits 90 Prozent von euch kostenlos aus dem Schneider und ihr könnt heute noch eure Blogs alle Datenschutzsicher machen. Falls ihr selber gar keine Ahnung habt hilft Google sicher (hier ein Link für Gewerbeblogs) mit kleinen Clips und Anweisungen, wie ihr vorgehen sollt.

Warum hat mein Beitrag so lange gedauert? Zuerst habe ich versucht eine individuelle Lösung für jeden hier auf wp zu finden, aber das hat meinen zeitlichen Rahmen komplett gesprengt, weshalb ich selber noch keine Datenschutzerklärung habe. Diese wird aber noch folgen und ebenfalls rechtssicher sein, auch wenn ihr bei einer Kopie dieser Erklärung dann natürlich persönliche Anpassungen vornehmen müsst. Außerdem habe ich schon im April den Bundestag und einige Abgeordnete angeschrieben, doch nur Sören Bartol (SPD) hat mir persönlich, individuell und ausreichend geantwortet. Darüber hinaus wurden alle meine Anliegen geprüft und Antworten, sowie Links beigefügt, weshalb ich hier seinen Originaltext einfüge, der wiederum einiges an Druck aus dem Kessel nehmen dürfte, arbeitet doch die Regierung an weiteren Lösungen bezüglich eines zu erwartenden Abmahnwahnsinns.

Zitat

Kopie von P1040383
MdB Sören Bartol, SPD

„Hallo Herr von Rosen,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Die neue Datenschutzverordnung macht vielen Menschen gerade Sorgen, ich werde einmal versuchen zu Ihren Anmerkungen aus meiner Sicht Stellung zu beziehen.

Die Befürchtung bzgl. Abmahnungen und Vertragsstrafen wurde in den letzten Wochen immer lauter geäußert. Es lässt sich derzeit noch nicht absehen, ob die insgesamt gesteigerte Aufmerksamkeit in Bezug auf das Thema Datenschutz zu mehr Abmahnungen führen könnte oder führen wird. Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir in der SPD-Fraktion noch keine gegenüber der bisherigen Rechtslage gesteigerten Anknüpfungspunkte, weder für Abmahnungen im Zusammenhang mit dem Unterlassungsklagegesetz noch nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).

Die Frage, ob datenschutzrechtliche Verstöße wettbewerbsrechtlich relevant sind, ist von der Rechtsprechung noch nicht abschließend geklärt und wird irgendwann vermutlich vom EuGH entschieden werden müssen, dann mit Blick auf die DS-GVO. Angesichts der jeweiligen Komplexität datenschutzrechtlicher Fragestellungen im Einzelfall ist es jedenfalls derzeit schwer vorstellbar, daraus ein lohnenswertes Geschäftsmodell für massenhafte Abmahnungen zu etablieren..

Entscheidend für die Pflicht zur Beachtung datenschutzrechtlicher Vorschriften ist nicht die Rechtsform, Art oder Größe der Institution, sondern ob, auf welche Art und Weise und in welchem Umfang personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die DS-GVO gilt nicht nur für Behörden und kommerzielle Unternehmen, sondern auch für Vereine und Verbände. Werden personenbezogene Daten verarbeitet, waren auch bislang schon und werden weiterhin datenschutzrechtliche Vorschriften zu beachten sein. Ausnahme:  wenn natürliche Personen ausschließlich zu persönlichen oder familiären Tätigkeiten personenbezogene Daten verarbeiten („Haushaltsausnahme“). Diese Ausnahme gilt aber nicht für juristische Personen, d.h. auch ein eingetragener Verein oder andere Form von NGO wird seine Datenverarbeitungen grds. an der DS-GVO messen lassen müssen.

Zudem hat die SPD im Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU vereinbart, dass sie den Missbrauch des Abmahnrechts insgesamt durch geeignete Maßnahmen künftig verhindern will. Hierzu bedarf es Anpassungen im Regelwerk des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Damit es keinen Anreiz mehr gibt Abmahnungen um der Gebühren willen zu verschicken, muss eine wirksame Deckelung der Abmahnkosten im Gerichtskostengesetz vorgenommen werden. Zudem müssen die zahlreichen Ausnahmeregelung von der Streitwertdeckelung gestrichen werden. Zudem soll der fliegende Gerichtsstand beschränkt werden.

Ende der vergangenen Legislaturperiode hat Deutschland mit dem Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz als erster Mitgliedstaat bereits das wichtigste Gesetz zur Durchführung der DS-GVO und gleichzeitig zur (teilweisen) Umsetzung der Datenschutzrichtlinie im Bereich Polizei und Justiz bereits verabschiedet. Unter Federführung des BMI wird derzeit das 2. Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz vorbereitet; hierbei geht es um Anpassungen im bereichsspezifischen Recht an die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung. Nach ursprünglicher Planung sollte dies wie das 1. DSAnpUG-EU am 25. Mai 2018 in Kraft treten. Dieser Zeitplan ist nach BMI nicht mehr zu halten. Der Entwurf dürfte mittlerweile an die 150 Artikel enthalten und erfordert allein schon rechtstechnisch eine entsprechend intensive Abstimmung. Einen offiziellen Zeitplan gibt es nicht, der Entwurf dürfte aber nicht mehr vor, sondern erst nach der Sommerpause eingebracht werden, es bleibt also wahrscheinlich noch etwas mehr Zeit, um entsprechend aufzuklären.

Ich darf Ihnen vielleicht abschließend noch den Blog meiner Kollegin Saskia Esken ans Herz legen. Sie wird nun eine Reihe starten, die bestimmt auch auf alle Ihre Fragen nach und nach Bezug nehmen wird. Den Beginn macht die Frage rund um Fotografien: https://blogs.spdfraktion.de/netzpolitik/2018/05/07/datenschutz-grundverordnung/ – Wir gehen wir davon aus, dass bzgl. der Verbreitung/Veröffentlichung von datenschutzrelevanten Fotografien weiterhin die Regelungen des KUG – als nationale Ausgestaltung von Art. 85 Abs. 2 DS-GVO – Anwendung finden können und werden uns dafür einsetzen.

Dazu gibt es nun auch eine ganz neue Stellungnahme vom Bundesinnenministerium: https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/it-digitalpolitik/datenschutz/16-datenschutzgrundvo-fotografien.html

Ich hoffe ich konnte Ihnen hier etwas Klarheit verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Sören Bartol“

Zitat Ende

Natürlich soll dieser Beitrag so oft wie möglich rebloggt, kopiert oder per Mail empfohlen werden, damit jeder diese Informationen erhält. Übrigens finde ich in Zeiten der berechtigten Politikerschelte und der Regierungsverdrossenheit doch erwähnenswert, dass zumindest einige wenige Politiker persönlich Stellung beziehen, ohne das man ihnen erst eine Kamera vor die Nase halten muss. Ich habe alle Links nach bestem Wissen und Gewissen geprüft, kann aber dennoch keine rechtliche Verantwortung zur Rechtssicherheit übernehmen. (Dies werdet ihr noch häufiger zu lesen bekommen, weil es ein Standardausschlusstext ist)

Mit besten Grüßen

Arno von Rosen


127 Gedanken zu “DSGVO

  1. Sehr schön. Das wird sicher viele unsichere Bloger (gerade die, die einen priv. Blog betreiben ) beruhigen.
    Ich werde in meinem morgigen Beitrag einen Link zu diesem Blog einfügen.
    Viele Grüße und noch einen schönen Restsonntag.

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  2. Vielen lieben Dank Arno. Ich werde mich demnächst näher damit auseinandersetzen, wenn es meine Zeit erlaubt und dann entscheiden, ob mein privates Blog öffentlich weiter geht oder nicht. Leider gibt es so viele Unsicherheiten und Panikmache, dass mir schon der Kopf brummt.
    Technisch versiert bin ich leider auch nicht sonderlich.
    Aber dein Beitrag macht Hoffnung. 🙂
    Liebe Grüße Ariana

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  3. Hat dies auf Tempest rebloggt und kommentierte:
    Vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag! Ich habe doch von Anfang an gewusst (gehofft) und gesagt, dass die Panikmache völlig übertrieben ist und dass WordPress sich um die Einhaltung bemühen muss und nicht wir kleinen anonymen Blogger, die schließlich ÜBER WordPress ihren Blog betreiben. Also, jetzt versucht mal etwas zu chillen (die meisten, die bei mir mitlesen, betreiben ja wie ich keine kommerziellen Blogs), meine Lieben! 🙂

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  4. Lieber Arno,

    mir wurde gesagt, da die Surfer von WordPress in den USA stehen, ist nach der Datenschutzgrundverordnung eben nichts Rechtskonform.
    Was heißt, wenn man eine Kommentarfunktion hat, werden ja schon durch das Gravatar Daten gesammelt.
    Wenn jetzt jemand von uns verlangt seine Daten zu löschen, dann müssen wir das auch nachweisen können und sind dann auf WP angewiesen, dass die es auch machen! Ich würde mir so sehr wünschen, dass das dann auch wirklich nach der EU Datenschutzgrundverordnung sicher ist!
    Auf der sicheren Seite wäre ich, wenn ich mit dem Blog zu Strato umziehen würde, was aber sehr kompliziert ist. Ohne Hilfe packe ICH dass nicht!

    Darum habe ich vor, bei Strato einen neuen WP-Blog einzurichten, mit neuer Domain! Das soll einfacher sein, wie ein Umzug mit alter Domain. Ich beschäftige mich jetzt schon seit 2-3 Wochen intensiv damit und meine Nerven liegen blank!😱

    Ich habe ja auch die kostenlose WP-Version und die Plugins zur neuen DSGVO kann ich bisher nicht abrufen.

    Dann sollte man Impressum und Datenschutzerklaerung im Footer platzieren, damit sie auf jeder Seite zu sehen ist, ich habe die Links dazu kopiert, weil ich dass mit dem Footer nicht hinbekommen habe! Also, alles nicht so einfach!😕

    Ich wünsche allen Bloggern alles Gute und sollte ich einen neuen WP-Blog bei Strato generieren, dann lesen wir uns bestimmt wieder!😊😉

    Liebe Grüße Babsi

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    1. Liebe Babsi, ob du das in den Footer packst (was für ein blöder Begriff) oder einen eigenen Reiter oben einrichtest (so wie bei Arabella oder dann bei mir) ist wurscht, solange du eine aktuelle Datenschützerklärung drin hast. Über das Löschen würde ich mir ebenfalls keine Gedanken machen, denn das wird so gut wie nie vorkommen und egal ob die Server in den USA stehen, es gelten hier die deutschen/ europäischen Gesetze, dies wurde so von der Bundesregierung und Gerichten schon bestätigt, aber die Inhalte sind eben auf Englisch, deshalb schreibe ich ja hier und füge Links ein, wo jeder kostenlos seine Datenschutzerklärung abrufen kann. Ich bin da auch kein Nerd und jedes Thema bei wp hat seine eigene Aufteilung, weshalb ich keinen allgemein gültigen Weg aufzeigen kann, wie die Seite entsprechend herzurichten ist.

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    2. Ich sehe das Problem zur Zeit auch bei dem noch nicht rechtskonformen Umgang der Firma Automattic (wordpress.com – im Gegensatz zu wordpress.org) mit Nutzerdaten (verwendet z.B. Softwre Jetpack, Asimet etc.). Bis das nicht geklärt ist gehe ich dort auf Privat. Eventuell hoste ich dann auch selbst via 1und1 oder profihost.

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    1. Die Datenschutzerklärung muss trotzdem auf den Blog, ob oben oder unten auf der Startseite und wenn es Unterseiten gibt auch dort, gegebenenfalls mit einem Link zur Startseite und der Erklärung. Klingt alles viel komplizierter als es wirklich ist 😉

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      1. Du brauchst Dir keine Datenschutzerklärung selbst basteln, schaue mal hier

        Diese Datenschutzerklärung ist kostenlos von RA Dr Schwenke, die kannst Du runterladen und in Deine Seite unter Datenschutzerklärung rein kopieren! Den Link dazu kannst Du dann auf allen Unterseiten plazieren und auch in den Beiträgen.

        https://datenschutz-generator.de

        Für Dein Impressum würde ich den Generator von:

        https://eRecht24.de empfehlen

        Wünsche Dir viel Glück!

        LG Babsi

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  5. Schließe mich den lobenden Kommentaren an. „Endlich verständlich“ titulierte SPIEGEL online unlängst einen längeren Beitrag zu dieser DSVdingsbumsquerele und ließ doch alles im Ungefähren. Nu hab ich mich zwar auch schon (wie so viele vor mir) beim Schwenkegenerator bedient und so ein „Finde den Sinn im Juristendeutsch“-Text auf meinen Blog geknallt, und brauchte das vermutlich gar nicht; aber gut zu wissen und nicht nur zu glauben, was Sache ist.

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  6. Also wenn ich das so lese, werde ich meinen Blog am Freitag stilllegen. Mein EDV-Wissen reicht leider nicht, um gesetzeskonform zu werden. Sehr schade, da ich das letzte Jahr viel Herzblut in die Sache gelegt habe. Schade, dass einen WordPress da komplett im Regen stehen lässt. Das Gesetz ist seit zwei Jahren präsent und keiner hat bis jetzt irgendwie informiert. So kann man freie Information im Netz auch im Keim ersticken.

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    1. Du musst ja nix wissen, deshalb gibt es ja den Datenschutzgenerator vom Rechtsanwalt. Dort gibst du deine Daten an und der Generator erstellt dir eine individuelle Erklärung, die du dann nur noch auf deinem Blog hinterlegen musst. Mehr nicht, steht aber alles im Beitrag 😉

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    1. Ganz einfach. Zum Geld verdienen 😀 Wer Geld für seinen Blog bezahlt, wird wahrscheinlich auch für diese Dienstleistung bezahlen, welche iwir alle händisch ausführen müssen. wp ist ja kein Verein, sondern eine Firma mit Gewinnabsicht!

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      1. Nee, den Vertrag gibt es umsonst auf Anfrage.
        Und er sichert die zahlenden User ab.
        Der nicht zahlende User, also ich, möchte auch diese Absicherung haben .
        Ich finde, es gibt noch so viele Unsicherheiten, und werde mein Blog daher zunächst mal auf Privat stellen und abwarten.
        Mir ist das Risiko einfach zu hoch, abgemahnt zu werden.

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  7. Hat dies auf Freidenkerins Weblog rebloggt und kommentierte:
    Ich finde, dieser Blogbeitrag schafft ausreichend Klarheit – so weit als möglich – in Bezug auf die DSGVO. Stilllegen oder auf „Privat“ stellen werde ich meinen Blog mit Sicherheit nicht. Ich habe seit langem schon ein Impressum, und nun eine ausführliche Datenschutzerklärung angefügt, und das EU-Cookie-Gesetzbanner aktiviert (Design -> -Widgets -> nach rechts ziehen -> auf „Änderungen speichern“ drücken -> fertig. Ich werde mich vor dem ganzen Getöse von wegen Abmahnanwälte würden uns ab dem 25. Mai die Hölle heiss machen mit Sicherheit nicht kirre machen lassen… Meine Devise wird auch nach dem kommenden Freitag lauten: Let’s blog!

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  8. Huhu, eine Frage hab ich aber doch noch … Die Information über Cookies … brauche ich die oder brauche ich sie nicht -.-? Wenn ja, begreife ich nicht so recht, wie ich das Ding in meine WordPress-Seite intigrieren kann/soll usw. Plugins kann man nämlich nur dann installieren, wenn man zahlt. Ich zahle aber nichts …also geht es nicht. Oder übersehe ich da etwas?

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    1. Bei Plugins stimmt das, aber du kannst ja auch eine Über mich Seite erstellen, also dann ebenfalls eine Datenschutzerklärungsseite. Da steht dann der Quatsch mit den Cookies, wenn du dir über den Generator eine Erklärung hast erstellen lassen.

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      1. Das sogenannte EU-Cookies-Banner lässt sich ganz leicht einfügen: Auf dem Dashboard links unten Widgets anklicken – EU-Cookie-Banner nach rechts ziehen – auf „Änderungen speichern“ klicken – fertig.

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  9. Hallöle! Wieder mal ein supi Artikel! Ja, dazu wird viel gschrieben! Danke Dir, dass Du Deine Meinung im Sinne ´von uns Bloggern auch politisch kundtust! Sehr vorbildlich. Dazu gehört die Überwindung eines inneren Schweinehundes … Meiner würde sich da so breit in die Tür stellen, dass ich nicht vorbeikäme …
    Aber Spaß bei Seite! Ich wollte noch etwas wichtiges anmerken, wo wir beim Thema sind! Klar, dass Werbung nicht nur echte Werbung ist, für die man bezahlt wird, sondern auch (je nach Auslegung) die einfache Produktnennung. Deshalb gebe ich bei meinen Klamottenposts die Labels nicht mehr an. Zum anderen muss man bei ,,Werbung“ darauf achten, dass man bei Verlinkung den Link auf ,,no follow“ stellt, was man leicht machen kann. Dies hat wohl mit Vorteilen beim Google Ranking zu tun, die gewerbliche Links nicht bekommen sollen. Bestimmt kann Arno das besser erklären, … alles Liebe Nessy

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    1. Oh nein liebe Nessy, ich kann es nicht besser erklären, aber Du hast natürlich recht. Wer Werbung betreibt, muss die sowieso kennzeichnen, aber wer nicht gewerblich handelt, muss auch nicht seine persönlichen Daten offen legen, obwohl wir das ja dauernd irgendwo machen 🙂 Google mag keine kommerziellen Links, die sie nicht selber verkauft haben, aber das ist ein ganz anderes Thema 😀

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  10. Das hört sich ja wirklich gut an. Nur glaube ich, dass die Entwarnung etwas zu optimistisch ist. Ich denke das Problem ist, dass du nicht WordPress in die Verantwortung nehmen kannst. WordPress ist dein Dienstleister, der es dir ermöglicht eine kostenlose Webseite (Blog) bei WordPress zu betreiben. Für diese Seite bist du alleine verantwortlich. Nach den Regelungen der DSVGO bist du aber dazu verprflichtet Auskunft zu erteilen, wie du Daten verarbeitest, ob und wie lange du sie speicherst. Außerdem usst du die gespeicherten Daten auf Verlangen löschen. Das bietet dir dein Dienstleister aber nur gegen Bezahlung. Beim kostenlosen WordPress.com Blog hast du da keine Chance. Ich werde erst mal auch weiter machen. Mit Impressum und Datenschutzerklärung und der Hoffnung, dass es bei der Masse von betroffenen schon nicht gewaltig einschlagen wird. Aber für Entwarnung ist es meines Erachtens zu früh… Grüße Wolfgang

    Gefällt 4 Personen

    1. Ein Allheilmittel ist mein Beitrag natürlich nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, dass irgendjemand Daten gelöscht haben will und du dafür Geld bezahlen musst ist doch recht gering. Dazu wird es sicher in den kommenden Tagen noch Lösungen im Internet geben, die jeder natürlich selber suchen muss, wie im richtigen Leben 😉

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  11. Ganz ganz herzlichen Dank, lieber Arno, für Deine Recherchen und Deinen verständlichen Beitrag!

    Besonders freue ich mich auch im Namen aller jener, die über psychische Erkrankungen und ihren Weg damit bloggen, für die eine Offenlegung des „Klarnamens“ im Impressum und die damit eventuell verbundenen Nachteile im Offline-Leben eine Katastrophe wäre. Gut, dass diese Blogs also alle ängstlich weiter betrieben werden können.

    Noch eine gute Nachricht ist, dass eventuell doch weiterhin das KUG für datenschutzrelevante Fotografien gelten könnte.

    Sehr sehr gerne werde auch ich Deinen Beitrag rebloggen, auf dass sich die guten Nachrichten schnellstens weiter verbreiten können.

    Herzliche Grüße aus Berlin

    Agnes

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  12. Hat dies auf Agnes Podczeck rebloggt und kommentierte:
    Mein sehr herzlicher Dank an Arno von Rosen für seine Recherche. Viele werden seinen Beitrag ja schon gelesen haben, der sich wie ein Lauffeuer in Bloghausen verbreitet. Für alle jene, die Pfingsten mehr oder weniger Offline waren, hier der Link zu seinem klärenden Beitrag.
    Auf ein frohes Weiterbloggen ohne Angst und Knieschlottern 😉

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  13. Wem nutzt eine Panikmache? Das war die erste Frage, die ich mir vor einigen Monaten stellte. Die Antwort ist einfach, oder? Mit Sicherheit haben nun einige kräftig abkassiert und vielleicht werden das auch Rechtsverdreher der unseriösen Art tun, wenn sie auf eine kommerzielle Webseite stoßen. Es gibt Typen, die leben nur davon.

    Gefällt 2 Personen

  14. Danke Arno für Deine Recherche und die Zusammenfassung. Jetzt bin ich noch noch um einiges beruhigter. Ich habe letzte Woche bereits mein Impressum dahingehend angepasst. Das EU Cookie Banner verwende ich schon seit längerer Zeit.Es besteht also kein Grund, einen nicht kommerziellen Blog abzuschalten.
    Liebe Grüße
    Mona

    Gefällt 2 Personen

  15. Das ist ja schön….irgendwie endlich mal etwas beruhigendes nach wochenlanger teils Pabikmache in der Bloggerwelt.
    Auch von mir ein herzliches Danke💚 dafür und werde diesen Beitrag auch sehr gerne rebloggen.
    Liebe Grüße von Hanne☀️🍀

    Gefällt 1 Person

  16. Lieber Arno, vielen, lieben Dank für diese Faktenschrift. Mir raucht zwar der Kopf, aber ich bemühe mich Zugang zu finden. Das Formell ist nicht meins… Eigentlich denke ich, ich betreibe einen privaten Blog. Doch ich habe Werbung darauf geschaltet, die mir nach drei Jahren gerade mal die Kosten der Betreibung dieses Blogs einbringen. Ist das schon komerziell? Das ist kein Gewerbe und ich sammle auch keine Daten… Du siehst mich immer noch ratlos. Liebe Grüße, Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Petra, das ist im Sinne des Gesetzgebers schon eine Gewinnabsicht, also kommerziell. Falls du keine Erklärung hinbekommst, einfach mal bei den lieben Kollegen vorbeischauen und den dortigen Text kopieren und bei dir einfügen und schon hat sich dein Problem gelöst. Du musst natürlich noch deine Daten eintragen, aber das ist ja dann nicht mehr viel Arbeit 😉

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