Achtsamkeit

Wenn es Gedanken gäbe, die ich mir in einer Predigt gerne anhören würde (ich gehe nicht in Kirchen), dann wären es diese, von meiner Freundin Sunny. Alleine schon ihre Worte zu lesen, öffnen mir Herz und Geist, und bringen mir die Ruhe, von der ich immer träume. Danke.

Philosophische Praxis

  • Wir streben nach Schönheit, übersehen aber die Blume am Strassenrand.
  • Wir wollen hoch hinaus, wollen Erfolg, überhören aber ein einfaches Lob, wenn es ausgesprochen wird.
  • Wir streben nach Auszeichnungen, träumen von grossen Lobesreden, übersehen dabe das dankbare Lächeln eines Kindes.
  • Wir schauen zum Gipfel, sehen ihn als erstrebtes Ziel, und trampeln auf dem Weg dahin achtlos über Blumen, Gräser, durch Wälder und Dörfer.
  • Wir sehen, was wir alles wollen und nicht haben, jammern über all die verpassten Chancen und nicht zu erreichenden Ziele. Wir sehen, dass wir nur einen Bruchteil von allem haben, was es gibt, und übersehen dabei, was wir alles schon haben, das sogar richtig gut und wertvoll ist. Wir ignorieren, was wir schon geschafft haben, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, zu sehen, was wir noch wollen – oder denken zu müssen.

Was wir dabei übersehen: Wie privilegiert wir sind, uns diese Gedanken überhaupt machen zu…

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25 Gedanken zu “Achtsamkeit

  1. Ich bin durchaus auch für mehr Achtsamkeit. Aber die obigen Zitate sind einfach nur platt. Banale Wahrheiten die schon 1000 Leute vor „Sunny“ so gesagt haben. Das war jetzt etwas enttäuschend weil ich nach deinem einleitenden Satz etwas mehr erwartet habe.
    Naja, zumindest darauf habe ich geachtet.

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    1. Hallo Daisy, willkommen bei den Kommentaren! Sicher hat Sunny nicht das Rad neu erfunden, aber darum geht es in der heutigen Gesellschaft nicht. Natürlich sollte man sich auf den Text einlassen, doch jeder hat das recht, sich inspirieren zu lassen oder eben nicht. Ich weiß nicht, was du erwartet oder gehofft hast, aber irgendwo steht der Text, der dir etwas gibt, wenn auch nicht hier.

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      1. Da hast du Recht. Es hat mich einfach nicht besonders berührt. So als wäre es nicht ernsthaft gemeint sondern nur dahingesagt.
        So geht es einem (zumindest mir) ja oft wenn man Dinge liest die man schon oft so gelesen hat.

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  2. Hallo Arno, hallo ihr alle,
    ist es nicht gerade ein „Kernproblem“ der Achtsamkeit, dass sich die beglückenden persönlichen Erlebnisse so schwer in Worte fassen lassen? Da muss einfach das Wort mit der Stimmung und der persönlichen Offenheit im Augenblick übereinstimmen, damit Resonanz entstehen kann…
    Ich versuche derzeit, gerade die persönliche Erfahrung zu formulieren, weniger die Lehrsätze oder buddhistischen Weisheiten und Quintessenzen. Manchmal, wenn mir eine Formulierung gefällt, dann hilft sie mir auch sehr bei meiner weiteren Praxis…

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    1. Herzlich willkommen bei den Kommentaren! Du hast schon recht, dass jeder erst seine persönliche Situation erfassen muss, und dazu gehört sicher auch auf die innere Stimme hören zu wollen/ können. Die ganzen Weisheiten können einem da möglicherweise Inspiration liefern, ersetzen aber nicht die eigenen Gedanken und Befindlichkeiten!

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