Alltag Mai 2019

Fahren bis zum Tod?

Immer öfter frage ich mich, wie ich damit umgehen werde, wenn es mal nicht mehr so ist mit der Gesundheit, den Reflexen, Medikamenten oder einfach den Alterserscheinungen. Gebe ich dann meinen Führerschein freiwillig ab und verzichte damit auf des Deutschen höchstes freiheitliches Gut? Dem fahren eines Autos! Man kann uns Deutschen einiges zumuten, bevor wir mal aufmucken, aber beim Fahrzeug hört regelmäßig die Freundschaft auf. Wie zum Beispiel bei Tempolimit auf Deutschen Autobahnen.  Eine Diskussion um Unfalltote, CO² Ausstoß, Ozonlöcher (in den wilden 90ern) und stets eine GRÜNE Forderung. Ich will das Thema nicht auswalzen, aber es würde wirklich überhaupt nichts bringen, auch nicht weniger Tote, denn Deutschland ist eines der sichersten Länder der Erde und in Europa sowieso Nr. 1. Da würde es sicher mehr bringen allen Container- und Freizeitschiffen der Meere die Verbrennung von Schweröl zu verbieten, aber es geht hier um politische Entscheidungen.

Gerade letzte Woche habe ich ein rührendes älteres Ehepaar beobachtet (beide sicher an die 90 Jahre), die zusammen einkaufen waren, mit zwei Einkaufswagen, die jedem als Rollatorersatz dienten. Sie standen mit ihrem Mercedes Kombi auf einem der vordersten Behinderten Parkplätze, was ich völlig in Ordnung finde, da so ein hohes Alter sicher auch als eine Art Behinderung angesehen werden kann, auch wenn man dafür keinen Ausweis von der Behörde bekommt. Sie schlurften im Zeitlupentempo die 20 Meter zum Fahrzeug, öffneten die Heckklappe mit Mühe, und er setzte sich in den Kofferraum, um überhaupt seinen Einkaufswagen auszuräumen. Das etwas fittere Frauchen schob die beiden Wagen (ineinandergeschoben) zurück, während er mit dem Krückstock die Heckklappe runterzog (mit einigem Geschick), sich am Fahrzeug langhangelte, die hintere Tür öffnete und sich dann zur Fahrertür durchkämpfte. Er ließ sich seitlich in das Fahrzeug fallen (natürlich ein Automatik) und zog mit den Armen seine Beine ins Fahrzeug hinein. Inzwischen hatte die ältere Lady ebenfalls Platz genommen, der Göttergatte hatte die Tür zugezogen und das Fahrzeug angelassen. Anschnallen, blinken, Schulterblick waren keine Option, und so bewegten sie sich im Standgas vom großen Parkplatzgelände. Natürlich halte ich dies für einen Extremfall, aber sollten wir dann noch fahren?

Bereits mit 35 Jahren habe ich einen Verlust meines fahrerischen Könnens festgestellt. Dabei ging es nur darum, nicht mehr für jeden im Straßenverkehr mit aufzupassen, wenn der mal einen schlechten Tag hatte. Mit Fahrsicherheitstraining, auch im Sportbereich, hielt ich mich tauglich für die hohen Anforderungen, die eine Berufsausübung mit Reisen mit sich bringt. So bin ich bis jetzt etwa 1,6 Millionen Kilometer in Europa unterwegs gewesen, konnte viele Unfälle verhindern, einige abmildern und zum Glück selber keine anrichten, außer einem Parkschaden. Da ich zuletzt 1995 ein privates Fahrzeug fuhr und ab da nur Firmenfahrzeuge, fiel es mir nicht so schwer ab 2013 völlig auf ein Auto zu verzichten, denn mit meinem Hausbüro war es eine rein organisatorische Sache mit einem Fahrzeug auszukommen. Während es früher ein Schlitten sein musste, der mindestens 200 km/h schafft (250 waren aber auch in Ordung) ist dies heute völlig wurscht, hauptsache es bringt uns bequem und sicher von A nach B. Schon mit 35 Jahren habe ich für das Einführen einer Führerscheintauglichkeit plädiert, bei dem bereits mit 35 der erste Check up stattfindet. Brille, Verkehrsregeln und eine kleine Rundfahrt im eigenen Fahrzeug auf einem Parkur würden völlig reichen. Dann wieder mit 45 Jahren, weil sich ab dann die Sehkraft erheblich ändern kann und die Prüfung schon sehr lange her ist und ab 50 Jahren alle 5 Jahre, bis zum 70 und da dann alle 2 Jahre. Kein großer Aufwand, sicher ein gutes Zubrot für die Fahrschulen usw. und vor allem Sicherheitsrelevant. LKW Fahrer müssen übrigens alle 2 Jahre ihre Fahrtauglichkeit nachweisen und trotzdem passieren damit die schlimmsten Unfälle auf Autobahnen.

Wie denk ihr über dieses Thema?

Danke an Ulli Gau für die Aktion „Alltag„, welche zwölf Monate jedes erste Wochende des Monats stattfindet!

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73 Gedanken zu “Alltag Mai 2019

      1. Hallo Arno,

        danke fürs freischalten und begrüssen. Meine Mutter hat im Alter von +/- 80 freiwillig ihren Führerschein abgegeben, nachdem sie beim Ausfahren aus ihrer Garage eine kleine Schramme verursacht hatte. Eine andere Verwandte hat sich im ungefähr gleichen Alter an eine Fahrschule gewendet, um sich ihre Fahrtüchtigkeit bescheinigen zu lassen. Diese Bescheinigung hatte natürlich keinerlei offiziellen Wert, aber es bestätigte ihre eigene Auffassung bezüglich ihrer Fahrkünste. Die Fahrschule hat die einstündige Probefahrt übrigens nicht in Rechnung gestellt.

        Ich bin jetzt 67 Jahre alt und fahre wie die beiden vorgenannten 50 Jahre unfallfrei, davon allein in den letzten acht Jahren 200.000 Kilometer. Das alles will natürlich nichts heißen. Aber auch die ganzen Statistiken über Unfälle bei jüngeren und älteren Leuten scheinen mir wenig Beweislast zu haben. Es gibt immer mehr alte Leute, wodurch sich natürlich auch die Zahl der Unfälle in dieser Altersklasse erhöht. Während bei älteren Leuten eher das Verwechseln von Gas und Bremse sowie nachlassende Sehkraft zu Unfällen führen können, sind es bei jüngeren Leuten eine höhere Risikobereitschaft, sportlicher Fahrstil, Raserei, riskante Überholmanöver und ähnliches. Jetzt wieder jede Menge neue Regulierungen einzuführen, wonach verschiedene Fahrschulprüfungen wiederholt werden müssen, wenn man älter geworden ist, halte ich für übertriebenen Regulierungswahn.

        Ähnlich ist es mit den derzeit laufenden Diskussionen über Elektrostehroller und deren Verwendung auf Gehsteigen, Fahrradwegen oder Strassen, mit oder ohne Helm und so weiter. Auch hier scheint mir in Deutschland die Regulierungswut besonders gross. Man kann nicht allen Unfällen vorbeugen. Für mich selber kann ich nur das Beste hoffen, aber schlecht generell ja oder nein zu allen ins Gespräch gebrachten Maßnahmen so sagen. Dazu ist die Sache zu komplex. Ich würde allerdings dafür plädieren, jeden Autofahrer, der andere durch Rücksichtslosigkeit, Drängeln, fahrlässig verschuldete Unfälle sowie alles, was andere in Gefahr bringt, stärker zu bestrafen. Dadurch kann natürlich niemand wieder zum Leben erweckt werden, aber Flensburg-Punkte und Geldbussen haben schon eine gewisse abschreckende Wirkung.

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      2. Ich kann mich deiner Meinung anschließen auffällige Autofahrer genauer zu untersuchen, egal welchen Alters und natürlich ist das so eine Sache mit Statistiken. Ungeklärte Unfälle werden alle in „Überhöhe Geschwindigkeit“ eingestuft, da von einem stehenden Fahrzeug allgemein eine geringere Verkehrsgefährdung ausgeht, weshalb diese Statistik alleine schon fragwürdig ist. Es geht natürlich nicht darum eine bstimmte Gruppe Führerscheininhaber zu drangsalieren und schon gar nicht mit einer erneuten Prüfung, es wrden aber sehr sicher irgendwann mal Maßnahmen beschlossen, auch gegen den ADAC und andere Organisationen, aber das kann noch ein paar Jährchen dauern.

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  1. Ich hoffe, ich finde selber den Absprung. Hier in den USA muss ich zwar alle 7 Jahre meinen Fuehrerschein erneuern lassen, aber dabei gibt es dann nur einen Sehtest. Weder die koerperliche noch die geistige Fitness werden ueberprueft. Ich werde mir allerdings gut ueberlegen muessen, ob ich meinen Fuehrerschein nicht dennoch immer wieder verlaengern lasse, weil er hierzulande ja der Ersatz fuer einen Personalausweis ist. Ich denke eher daran, trotz Fuehrerschein nicht mehr selber zu fahren, wenn es noetig werden wird. Wie gesagt: hoffentlich finde ich selber diesen Punkt. Mir sind vom Zu-/Ansehen viele Faelle bekannt, wie Du sie hier beschreibst, und ich denke dabei immer wieder ueber mich selber nach.
    Was allerdings bald auf mich zukommen wird: eine Bescheinigung der Autoversicherung, dass ich in den letzten 5 Jahren keinen Unfall begaut habe plus eine Bescheinigung des (Haus)arztes, dass ich zum Fahren noch tauglich bin. Das wird noetig werden, wenn ich mit 75 und aelter noch einen Leihwagen mieten will.

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      1. Das mit dem Arztzeugnis und der Bescheinigung der Versicherung habe ich nicht von hier aus den USA [obwohl es moeglicherweise auch hier bei den Autovermietern gilt], sondern von der Webseite der Hertz-Autovermietung in Irland. Da wollen Mary und ich unbedingt (fuer eine Rundtour mit einem Leihwagen) hin. Und es wird mich ja wohl auch treffen, wenn ich mit 75 und aelter [ist ja nur noch knapp drei Jahre] wieder mal nach Deutschland komme.

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    1. Solange es nur um eine Sehtest geht, okay. Aber von bestimmter Seite gefordert wird ja wohl eine komplette neue, theoretische und praktische Führerscheinprüfung. Die würden sicher auch viel 50-jährige, die mit 18 den Führerschein gemacht haben, nicht mehr so einfach bestehen.

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      1. Nach neuesten Erkenntnissen fallen schon mehr als 50 Prozent aller Führerscheininhaber durch, die gerade mal zwei Jahre den Lappen besitzen, was ich irgendwie nicht nachvolluiehen kann.

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      2. Ich waere da nicht nur fuer einen Sehtest, sondern – wenn ich daran denke, wer hierzulande Alles noch zum Auto kriecht – zumindest auch noch fuer eine aerztliche Bescheinigung ueber die koerperliche Tauglichkeit, moeglicherweise sogar eine (kurze) Probefahrt.

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  2. Ich halte gar nichts davon! Ich lebe auf dem Land und die schweren Unfälle verursachen ebenso die jungen Leute mit Motorräder und PS starken Autos. Herzinfarkte am Steuer passiert auch bei jungen Menschen! Aber wehe ein Fahrzeugführer mit hohem Alter macht einen Unfall, dann geht daß Geschrei wieder los! Unfälle verursachen alle Altersgruppen!
    Dann dürften alle kranken Menschen auch nicht mehr Auto fahren, wäre ja ein zu großes Risiko! Wir haben hier im Dorf einen 95 jährigen, der noch super Auto fährt! Bei den Jungen hier, knallt’s ständig! Also, wo fangen wir an und wo hören wir auf?

    Liebe Grüße Babsi

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    1. Natürlich sind junge Menschen die Gruppe mit den höchsten Unfallzahlen, ich glaube 18-23 Jahre, danach folgen dann die 70 jährigen. Das man auf dem Land nicht einfach den Führerschein abgeben will ist mir klar, denn selbst in Marburg, wo ich alle Termine zu Fuß erledige, bis auf Einkaufen, wird es schwierig, da die Busse ebenfalls nur um bestimmte Uhrzeiten häufig fahren, doch unsere Gesellschaft muss sich anpassen und andere Modelle finden, um langfristig Mobilität zu behalten, mal abgesehen davon, dass man nicht mehr fahren sollte, wenn man kaum noch krauchen kann! Beste Grüße aus Marburg liebe Babsi und danke für dein Statement!

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      1. Ja klar Arno! Solange wir so desaströse öffentliche Verkehrsanbindungen haben, gehen die Menschen eben auf die Barrikaden und es ist für sie nicht denkbar ihren fahrbaren Untersatz abzugeben! Da hat die Politik bei uns all die JAHRE eben enorm viel versäumt!
        Ich sage halt immer gerade raus, was ich denke und tue gerne meine Meinung kund. Ob das immer richtig oder falsch ist, steht auf einem anderen Blatt!
        Ich lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn Fakten aufgezeigt werden!🤗😉

        Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag Arno!

        Liebe Grüße Babsi

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  3. Die Senioren werden immer jünger und fitter. Dennoch bin ich auch für eine Kontrolle, ab einem gewissen Alter. In der Schweiz wird jährlich gecheckt ab 75. Ich glaube, ältere Menschen fahren eh vorsichtiger, da der Verkehr immer schneller und dichter wurde und sie ihre Defizite kennen. Wann immer ich in Deutschland unterwegs bin, frage ich mich, ob hier die Regeln ohne mein Wissen geändert wurden. Rechts überholen, auch mal auf dem Pannenstreifen. Und ich bin sicher, jeder der Fahrer kennt die Regeln. Ich fahre 50 000 km pro Jahr und passe mehr auf die anderen auf und dadurch auf mich. Anstand und Rücksicht und bei Senioren Geduld – Menschlichkeit auch auf der Strasse.

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    1. 50.000 km ist viel und das beinhaltet ja eine Menge Training und ein Sehtest sollte ja Standard sein, doch selbst meine Frau vergisst ihre Brille zu häufig, was mich stört und natürlich gefährlich ist, aber an Eitelkeit sollte Fahrsicherheit nicht scheitern, ebensowenig wie am eignen Ego, auch im hohen Alter immer noch dabei sein zu wollen. Meine Mutter ist bald 80, aber immer noch zwischen Frankreich und Deutschland unterwegs. Sie fährt natürlich vorsichtig und ist Topfit, aber ich kenne da nicht viele, die noch so gesund sind und auch Medikamente verursachen Fahrschwächen. Vielen Dank für die Einblicke und wunderbare Grüße aus Marburg, liebe Erika!

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  4. Ein schwieriges Thema, bedeutet doch Autofahren auch ein Stück Selbständigkeit. Ich erinnere mich gut, wie mein Vater damals über seinen Vater sprach, der partout nichts davon hören wollte, auf sein Moped zu verzichten. Als es dann so weit war, ging es meinem Vater mit dem Auto gleich. Ihn davon zu überzeugen, dass es nun an der Zeit wäre und eine Gefahr darstellt – für ihn und andere, war mehr als schwierig.

    Ich hoffe, das wird bei mir anders sein. Da ich aber generell immer mal wieder ohne Auto war und öffentliche Verkehrsmittel gewohnt bin, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass ich damit anders umgehen könnte… man wird es sehen.

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    1. Bei uns fahren öffentliche Verkehrsmittel alle zwei Stunden und wir haben unmögliche Anbindungen! Entwicklunglungsland Deutschland! 🙂Für die Menschen im ländlichen Raum unvorstellbar ohne Auto! In manchen Gegenden müssen die Menschen 40 km zum nächsten Arzt fahren.
      Wir hier haben Glück, wir haben einen Nachfolger für unseren Dorfarzt bekommen.
      Ich denke so pauschal kann man das nicht regeln!🤔🙋‍♀️

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      1. Das waren ja auch meine Worte. Und ja, meine Eltern wohnen in einem Bergdorf ohne Arzt. Auch im nächsten Dorf hat es keinen mehr. Sie müssen (also nun nur noch meine Mutter) weit… ich wohne auch sehr ländlich. Bin mir also der Schwierigkeiten durchaus bewusst. Drum schrieb ich ja, dass ich gespannt bin, wie ich damit mal umgehen werde… aktuell kann ich es nur rational beurteilen, sehe aber durchaus die emotionalen Komponenten.

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      2. Das war kein Angriff auf Dein Kommentar oder Deine Einstellung, nein ganz und gar nicht Sandra! Ich finde nur, man sollte auch dieses Thema differenziert sehen! Aber daß tust ja auch!
        Einen schönen Abend Dir!
        Liebe Grüße Babsi

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      3. Ich denke, wir sind uns einig. Es gibt kein Alter, ab dem man nicht mehr fahren darf. Können soll. Fähig dazu ist. Menschen und Umstände sind individuell… das muss man berücksichtigen.

        Hab auch einen schönen Abend, liebe Grüsse zu dir, Sandra

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    2. Moin Sunny, ich denke ebenfalls, dass es für Menschen, welche nicht durchgehend 50 Jahre Auto fahren leichter ist, sich andere Möglichkeiten vorzustellen. Dauerfahrer wollen auf diese Freiheit eigentlich nicht verzichten und lehnen alle Sicherheitsüberprüfungen ab, um nicht doch noch dieses Privileg zu verlieren, dabei spielt sogar der Charakter eine Rolle, wenn es um die Fahrlizens geht, nur wissen das die Wenigsten. Liebe Grüße zu dir!

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  5. Mein Schwiegervater ist 91 Jahre alt, pflegt seine Frau und fährt Auto, gerne und sehr schnell. Seine größte Sorge während eines Krankenhausaufenthalt war, dass jemand sagen könnte: In dem Zustand, mit diesen Medikamenten nicht mehr… In der Schweiz ist das so bei den Ü 80, dass ein Arzt eingreifen kann. Eben, wenn man es selbst nicht erkennt, sollte ein Arzt raten und ggf. eine Prüfung anordnen… Fände ich gut, ich würde dann einmal in der Woche mir ein Taxi rufen, ist bequehm und billiger als das eigene Auto … :). Danke, lieber Arno, dass Du dieses Thema aufgerufen hast.

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    1. Guten Morgen liebe Petra, wie du an den Kommentaren ablesen kannst, gehen die Meinungen doch auseinander, aber mir wäre eine neue Ordung und Zielrichtung bei Möbilität der Gesellschaft lieber. Hier wo ich wohne, würden sich wahrscheinlich Fahrgemeinschaften bilden lassen, für gemeinsames Einkaufen, Behördengänge usw. Jeder könnte sein Wissen und/ oder sein Fahrzeug zur Verfügung stellen. So lebt nicht nur die Gemeinschaft wieder auf, sondern auch im Bezug auf die Umwelt wäre es ein guter Schritt. Kostenbeteiligungen, Versicherungsanpassungen usw. sind da ja kein wirkliches Hinderniss. Doch unsere Köpfe müssen ebenfalls mitspielen!

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  6. Lieblingsspruch der Juristen: Das kommt darauf an!
    a. Vor Jahren bin ich zum ADAC auf eine Teststrecke und habe 8 Stunden lang meine Fahrtüchigkeit prüfen lassen. Alles ar ok, aber ich müsste nun wieder dorthin.
    b. Ich lebe allein und bin so mobil wie ein Fels. Ohne die 10 Jahre alte Karre komme ich nicht zum Doc, der mich regelmässig sehen will.
    c. Ich bin 79., fahre nicht mehr auf eine Autobahn, und wie gesagt nur zum Doc. Das ist teuer, aber unvermeidlich.
    Die Alternative wäre ein Pflegeheim – noch teurer.
    d. Einkäufe erledige ich online. Das Futter kommt an meine Haustür.
    e. Ich tanke alle 10 Wochen.

    Das ist eine Seite des Problems alter Autofahrer.
    Die andere: Wer als Senior in einer Familie oder einer WG lebt, kann, und soll nach dem ersten Bums seinen Führerschein abgeben. Wir Alten sind ein natürliches Risiko im Strassenverkehr. Anders zu denken ist dumm.

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    1. Moin Roland, danke für den hilfreichen Kommentar und die guten Beispiele. Die Möglichkeiten auf dem Land werden immer begrenzter, denn jeder will in die Stadt, wegen der Arbeit usw. Es werden aber Zeiten kommen, da wollen die Menschen nach dem Berufsleben dorthin ziehen, wo sie sich ein Leben im Alter leisten können, was mit unseren derzeitigen Altersbezügen in Großstädten nicht mehr möglich ist. Wir befinden uns an einem Punkt, wo wir in die Zukunft denken und handeln müssen, sonst überholen uns ständig neue Probleme, nicht nur der fehlende Arzt in der Nähe! Hab eine gute Woche!

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    1. Sehe ich so wie du, liebe Rita! Es fehlen eindeutig Alternativen und eine neue Struktur für Mobilität in der Gesellschaft, welche die Politik nie schaffen wird, sondern die wir als Gemeinschaft bilden müssen, mal abgesehen von ein paar vorwitzigen Programmierer, die uns eine neue App aufs Auge drücken würden! Beste Grüße nach Hamburg 🙂

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  7. Tja, gute Frage, was würden wir machen? Fahren, so selten wie möglich und so lange es geht und man oder frau keinem schadet. Und danach nur noch per E-Mobil (Drei- oder Vierrad) zum nächstgelegenen Supermarkt oder Arzt… Schaun wir mal.

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    1. Es gibt da keine leichten Lösungen, auch weil wir alle zu unabhängigen Individuen erzogen worden sind, wo jeder alles haben soll/ muss. Die Vernunft zu allem, ob Umwelt und ein schöner tierfreundlicher Garten, oder der Umgang mit Mobilität, liegt in der Verantwortung des Einzelnen und nicht beim noch älteren Nachbarn, der ja auch noch fährt. Beste Grüße aus Marburg!

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      1. Ja genau, die Verantwortung liegt bei uns selbst. Das Auto ist bequem und Schutz – besonders in der Dunkelheit. Das hat jetzt nichts mit „alles haben zu müssen“ zu tun.
        Eben kam ein Beitrag zur Telemedizin. Das erspart in Zukunft bestimmt einige Fahrten. Und Online Lieferdienste auch. Wir haben ja noch etwas Zeit mit der Entscheidung.
        Viele Grüsse zurück 🙂

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  8. Ein Thema, das für mich grad brandaktuell ist, denn in wenigen Tagen muss ich zur Fahrprüfung. Tja, seit ich 70 bin, muss ich (inGriechenland) alle drei Jahre den Führerschein erneuern, bisher nur aufgrund von Seh- und allgemeiner Gesundheitsprüfung, neuerdings aber ab 74 auch mit Fahrprüfung im eigenen Wagen. Wenn ich sicher wäre, dass die Prüfer nicht bestochen werden wollen und die Prüfung fair ist, wäre ich ruhig. Nun aber weiß ich nicht, es kursieren Gerüchte, dass man bis zu 1500 E bezahlen muss, um durchzukommen……
    Ich weiß schon, das ist nicht dein Thema, dir geht es um die tatsächliche Fähigkeit zu fahren und nicht um geldschneiderische Scheinprüfungen. Ein Unfallchirurg, dem ich mein Leid klagte – was mache ich, wenn ich keinen Führerschein mehr habe? ich wohne jwd in der Pampa – meinte, fast alle schweren Unfälle würden von Menschen bis 35 verursacht.
    Die gerechteste Lösung wäre wohl, jeden, egal welchen Alters, neu zu prüfen, der einen nennenswerten Unfall verursacht hat oder dem aus anderen schwerwiegenden Gründen der Führerschein gesperrt wurde, und im übrigen, wie du vorschlägst, in regelmäßigen Abständen den allgemeinen Gesundheitszustand attestieren lassen. Aber nun, die Alten sind hat leichte Opfer, viele schimpfen auf sie, weil sie so langsam sind oder weil sie trotz Alter zu schnell fahren oder weil ihr Auto alt ist oder …. Ich habe übrigens erst mit 57 den Führersein gemacht, vorher brauchte ich kein Auto. Und mein Mann hat bis heute keinen, ich bin der Chauffeur.

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    1. Liebe Gerda, genau dies ist ja ebenfalls Teil des Themas. Der ungerechtfertigte Verlust der Fahrlizenz. Griechenland hat ja sogar ein eigenes Wort für diese Art Dienstleistung, aber natürlich kann man da schon gegensteuern. Ich würde bei der Prüfung einfach in ein nettes Gespräch einfließen lassen wie du dich darauf freust, deinen Schwiegerson, den Polizisten, wieder mal mit dem Fahrzeug zu besuchen 😉 Du siehst, ich mache mir auch tiefere Gedanken, nur so sollte natürlich in keinem Land eine Fahrtauglichkeit festgestellt werden. Ich bin sicher du schaffst es und ich drücke feste die Daumen ❤

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  9. Alt ist nur eine Jahreszahl und jeder Autofahrer reagiert anders. Ich bin gegen eine Prüfung im Alter, denn die Mobilität ist lebenswichtig, bringt Lebensqualität , wenn keine öffentlichen Verkehrsmittel vorhanden. Ein ärztlich bindendes Attest damit wäre ich einverstanden, aber mehr nicht. Abendliche kulturelle Veranstaltungen zu besuchen ,schliessen ein öffentliches Heimkommen fast immer aus, selbst in einem Umfeld einer Großstadt wie Frankfurt. Mit dem Auto bin ich in 15 Minuten zu Hause, öffentlich wären das 1,5 Stunden mit dreimal Umsteigen in Gegenden, die nicht gerade vertrauenserweckend sind.
    Die meisten Unfälle verursachen wie bereits erwähnt meist sehr junge Leute.
    Lieber Gruss von einer hoffentlich noch lange mobilen Alten, die sich als vernünftig genug einschätzt, als Autofahererin aufzuhören, wenn sie merkt, dass ihre Reaktionsfähigkeit nachlässt, Karin

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    1. Liebe Karin, eine Fahrt im eigenen PKW oder von einer Organisation gestellt, soll ja nicht zum Verlust der Lizenz führen, sondern erlerntes oder neues Wissen wieder in den Alltag einfließen lassen. Die Frankfurter Verhältnisse kenne ich gut und habe früher mehr als 2 Stunden nach Frankfurt benötigt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln und da will ich nicht mal davon reden, wie viele wohl regelmäßig vergessen sich zu waschen usw. Ein Atest wäre ein Anfang, aber es sollte unabhängig sein, kostenfrei und Einspruchsfähig, sonst sieht es schnell nach Bevormundung aus!

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  10. Ich bin hoffentlich noch einige Jahre von dem Moment weg, an dem ich mir die Frage nach meiner Fahrtauglichkeit stellen muss. Ich könnte mir aber vorstellen, dass mir ein freiwilliger Verzicht auf das Auto sehr schwerfallen würden – einmal, weil der ÖPNV hier im ländlichen Niedersachsen beklagenswert ist, zum anderen, weil ich ihn aus gesundheitlichen Gründen ohnehin nur eingeschränkt nutzen könnte. Da fällt der freiwillige Verzicht auf die eigene Mobilität doppelt schwer.

    Inwiefern ein Tempolimit in Sachen Unfalltote etwas brächte – ebenfalls ohne das auswalzen zu wollen -, kommt aber entscheidend darauf an, wen man fragt. Auf entsprechenden Autobahnteilstrecken, beispielsweise in NRW oder Brandenburg, wo man 130 km/h vor Jahren als Limit eingeführt hat, gibt es seitdem erheblich weniger Todesopfer als im vergleichbaren vorherigen Zeitraum.

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    1. Das stimmt, aber in NRW ist der Verkehr auch zum kotzen, ganz ehrlich 😉 Ich drücke dir die Daumen, dass deine Fitniss im Auto lange erhalten bleibt und wir eines Tages alle echte Alternativen zum selber fahren haben. Mir gefiele Beamen sehr gut, wie auf der Enterprise, weil das auch viel schneller geht 😉

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  11. Lieber Arno, ich verzichte jetzt einmal daruf all die vorherigen Kommentare zu lesen, es gab ja schon eine kleine Diskussion?! In meinem Alltag gehört Autofahren dazu, das ist so, wenn man auf dem Land lebt, leider. Ich bin auch für erneute Fahrprüfungen, mir steht bald eine ins Haus und das ist okay. Sehtest sollte auch vorgeschrieben sein, denn nicht jede*r ist so umsichtig es selbst zu tun. Ich lobe mir die Leute, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, weil sie merken, dass es nicht mehr geht. Weil dies aber auch nur die wenigstens tun, sollte es gesetzlich geregelt werden, allerdings empfinde ich deine Vorschläge als etwas ZU eng.
    Ich danke dir für deinen Beitrag und sorry, dass ich dich erst jetzt besucht habe, aber du kennst ja die Gründe.
    Liebe Grüße
    Ulli, heute vom hochsommerlichem Berg

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    1. Liebe Ulli, bei all den Kommentaren gibt es doch einen Konsens, dass jeder eigenverantwortlich auf sich und andere achten sollte, nur eben ab wann ist unklar. Ob erst nach dem ersten schweren Unfall oder bevor etwas passiert. Ob meine Ideen passen kann ich nicht entscheiden, aber irgendwann wird sicher etwas passieren, denn es werden immer mehr Fahrzeuge für den Straßenverkehr zugelassen, ob E-Roller, E-Bikes, E_Autos usw, und alle wollen voll mitspielen, ob man sie nun hört oder nicht. Das mag auf dem Berg keine Rolle spielen, aber in großen Teilen der Republik schon, aber es sind ja nur Gedanken über ungelegte Zukunftseier 🙂 Beste Grüße aus dem subtropischen Marburg!

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    2. Liebe Ulli,
      nicht nur (bei Dir) auf dem Lande geht es einfach nicht ohne Autofahren. Auch fuer uns, am Stadtrand (einer noch nicht einmal grossen Stadt), geht es einfach nicht ohne, da es hier ja absolut keinen ÖPNV gibt. Drei Meilen bis zum Supermarkt geht einfach nicht ohne Auto.
      Alles Liebe und Gute, und sei herzlichst gegruesst,
      Pit

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  12. NETZFUND:
    „Georg Körner
    Ich bin Jahrgang 65
    und muss mir heute anhören, wir ruinieren der Jugend das Leben.
    Ich muss Euch enttäuschen, denn in meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt.
    Strümpfe und Strumpfhosen wurden gestopft. An Pullover wurden längere Bündchen gestrickt. Hosen wurden mit bunten Borten verlängert. Zum Einkaufen und zur Schule musste ich mehrere Kilometer zu Fuß laufen, transportiert wurden die Einkäufe in einem Netz.
    Wenn Kleidung nicht mehr brauchbar war, wurden alle noch verwertbaren Dinge wie Knöpfe oder Reißverschlüsse abgetrennt und der Rest für Flicken oder als Putzlappen genutzt. Geschenkpapier wurde vorsichtig geöffnet um es wieder zu verwenden.
    Wir sammelten Altpapier und Flaschen mit der Schule und halfen bei der Kartoffelernte.
    Ich könnte noch mehr dieser Art der Nachhaltigkeit aufzählen,
    stattdessen muss man sich von Rotzlöffeln die sich mit dem SUV zu Schule kutschieren lassen, alleine wahrscheinlich einen 20 mal höheren Stromverbrauch haben als wir in unserer gesamten Jugend, sagen lassen, wir ruinieren Ihr Leben. Wir hatten keine elektronischen Spiele, unser WhatsApp waren Zettel unter der Bank in der Schule verteilt, wir verabredeten uns mündlich, Telefon gab es keins – das war für Notfälle gedacht.
    Diese dämlichen Gören wollen mir etwas über Umweltschutz erzählen, werfen ihre Kleidung nach zweimal tragen weg, produzieren Müll ohne Ende, verbrauchen seltene Erden und müssen immer die neuesten Geräte besitzen.
    Auf euren Demos lasst Ihr EUREN Müll von Euren erwachsenen Sklaven wegräumen und am Wochenende geht es zum nächsten Open Air Konzert zum Koma-Saufen, auch euer Koma-Saufen gab es früher nicht. So und wenn ihr dann einmal so nachhaltig lebt wie meine Generation gelebt hat, dann dürft IHR gerne streiken.
    Darf gerne geteilt & kopiert werden.“

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    1. Moin Babsi, da kann sich jemand erinnern wie unsere Jugend war und natürlich kann ich persönlich die Liste fortsetzen, obwohl meine Eltern im Geld schwammen 😀 Hosen wurden dreimal ausgelassen (mit entsprechenden Farbrändern), wer seine Winterhandschuhe verlor musste bis zum nächsten Winter warten, Klamotten gab es nur, wenn einem nichts mehr passte, Eisdiele war Hightlight des Jahres und kein Dauerzustand, Fahrräder gab es, aber diese mussten selbst repariert werden, Tire die man wollte, musste man selber versorgen usw. Niemand hat mich je zur Schule gefahren. Ich bekamm einmal den Schulweg erklärt und musste damit zurecht kommen. Ich kenne das ja alle aus eigener Ansicht, da ich Jahrgang 64 bin, aber als wir erwachsen wurden haben wir auf den Putz gehauen und niemand hat sich ernsthaft Sorgen gemacht, was durch unser Verhalten mit der Natur passiert. Damals gab es ebenfalls Proteste gegen Atomkraft und immerhin sieht es so aus, als ob wir den Ausstieg schaffen sollten, auch wenn der Restmüll noch 1 Million Jahre hochgradig giftig bleibt. Es geht also nicht um die aufgezwungene Nachhaltigkeit unserer Jugend, sondern um das jetzige Konsumverhalten meiner Generation und obwohl ich nicht Shoppen gehe, kein Auto besitze und nicht in den Urlaub fliege oder auf Meeresdampfern unterwegs bin, erkenne ich mich als Teil der Kette an. Wer sich da persönlich angegriffen fühlt haut entweder auf den Umweltputz und will es jetzt genießen oder zieht sich Schuhe an, die ihm nicht passen 🙂 Hab Dank für den humoristischen Beitrag und einen wunderbaren Tag!

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      1. Ja Arno, es gibt eben immer zwei Seiten der Medaille und deswe ist es wichtig alles differenziert zu betrachten, so denke ich!
        Und ich bin Jahrgang 62, also wir sind die selbe Generation! Und diskutiert wurde damals mit Leidenschaft, da durfte man auch noch anderer Meinung sein!🤗😉🙋‍♀️😁💃
        Liebe Grüße Babsi

        Hab einen wunderschönen Tag

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  13. Ich plädiere eher für eine Null-Promille-Grenze beim Autofahren als älteren AutofahrernInnen das Leben durch Kontrollen, Prüfungen etc. schwer zu machen – in einem gesetzten Alter muss man sich ja ohnehin aus gesundheitlichen Gründen häufigen Kontrollen von ÄrztenInnen unterwerfen. 😉 Vergleicht man die Statistiken, wird ganz schnell klar, dass die Verkehrsunfälle mit Verletzten oder gar Todesfolgen durch alte Menschen am Steuer verschwindend gering ist gegenüber jenen, die von Mitmenschen nach dem Genuss alkoholhaltiger Getränke verursacht werden.
    Mein Vater wollte übrigens kurz vor seinem Tod – er starb mit Achtundsiebzig – seinen Führerschein zurück geben – sehr zum Missfallen meiner Mutter, die er dann nicht mehr zu ihrer wöchentlichen Shoppingtour in die Kreisstadt hätte fahren können. 😉

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  14. Hallo Arno,
    eine sehr spannende Diskussion hat sich hier entwickelt, die ich mit Spannung verfolgt habe.
    Mein „Like“ gilt nur für den Beitrag als solchen, denn das ist ein „heißes Eisen“, die Meinungen können immer nur subjektiv sein und vieles wird auch für gut befunden, weil man selbst nicht betroffen ist.
    Ich bin der Meinung, dass in einer Großstadt wirklich nicht jeder sein eigenes Gefährt braucht, auf dem „flachen oder eben eher bergigen Land“ sieht das echt übel aus. Die Infrastruktur wurde von den gleichen Leuten weg rationalisiert, die früher den Stadtpunkt vertreten haben, jeder müsse eben selbst dafür sorgen, wie er vom berühmten A zum B kommt!
    Besonders gut gefällt mir die Story über das Paar, das es kaum bis zum Auto schafft. Da habe ich mich selbst schon oft gewundert. Die Wagen sind zwar mit entsprechenden Fahrhilfen ausgestattet, aber die Reaktionszeit wird dadurch nicht verkürzt, gell. 😉
    Hab einen feinen Pfingstsonntag
    herzlichst moni

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    1. Hallo Moni, herzlich willkommen bei den Kommentaren! Für mich heißt das hinterlassen eines Likes nicht notwendigerweise, dass ich den Beitrag oder Kommentar mag, sondern das ich ebenfalls andere Meinungen und Ansichten respektiere. Ich wußte, dass dieses Thema eine Diskussion auslöst und vieles gleich persönlich genommen wird, doch ich veröffentliche Gedanken, damit andere damit spielen können. Ich bite auch fast immer Lösungen mit an, da ich nichts davon halte sich über irgendwas aufzuregen, aber selber keine Idee zu haben. Im Übrigen habe ich natürlich genauso Angst wie jeder andere auch, irgendwann meinen Führerschein abzugeben, denn dies bedeutet für mich den Verlust meinem Reisefieber spontan nachgeben zu können 😉 Dir ein fröhlichen Pfingsten!

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  15. Lieber Arno!
    Da wir im Alter von ??? eben nicht (mehr?) die Folgen unsere Tuns abschätzen können, wäre eine
    – (vereinfachte) praktische Prüfung mit ein paar Verständnisfragen nach der vorherigen Zusendung einer (leicht lesbaren) Broschüre oder
    – optional ein Sicherheitstraining, nach dessen Absolvierung der Fahrlehrer Leute zu einer Prüfung aufrufen kann, wenn er Zweifel an deren Fähigkeiten hat, die er begründen können muss
    in meinen Augen sinnvoll!

    Auf der anderen Seite fahren alte Leute meist so langsam, dass sie zwar dann und wann ein Verkehrshindernis, aber offen gestanden selten schwere Unfälle verursachen. Während meinen 9 Jahren Notarzttätigkeit erinnere ich mich an einen einzigen Unfall einer älteren Dame, die bei einer Ausfahrt aus einer Tankstelle ein Auto übersehen hatte, was zu einer leichten Verletzung geführt hat. Absonsten: KEINE WEITEREN UNFÄLLE DURCH mangelnde Reaktion von ,,RENTNER“ ausgelöst! Insofern ist eine Fahrtüchtigkeits-Prüfung wahrscheinlich rein statistisch nicht nötig. Interessanter Nebenaspekt: Das Gros der Unfälle mit relevanten Personenschäden, wie auch die Personenverletzungen nach Gewalteinwirkung, wurde durch 18-45 jährigen Männer mit Migrationshintergrund verursacht.

    Eine weitere Überlegung ist, dass wir Deutschen immer alles reglementieren müssen. Wieso braucht man eigentlich für (fast) jedes Gartenhäuschen eine Baugenehmigung, wieso für jedes Antibiotikum ein Rezept, wieso sind Drogen nicht frei verkäuflich und wieso braucht man- letztendlich überhaupt einen Führerschein? Wenn man eine Regel einführen würde: Wir müssen uns so benehmen, dass wir nichts und niemanden gefährden dürfen, weder Mensch, noch Tier, noch unsere Umwelt und die Folgen einer Eigengefährdung selbst tragen müssen, würde das theoretisch, wenn wir alle etwas Grips im Kopf hätten, völlig ausreichen.
    Aber daran mangelt es, weil wir leider immer noch bei weiten Teilen unseres Tuns instinktgesteuert sind. Wir machen gerne das, was uns ein körperliches Wohlgefühl verschafft, sei es essen, kochen oder 250 km/h fahren. Wir sind nicht die vernunftbezogene Crew der Next Generation unter Jean-Luc Picard, die glücklich ihren Earl-Grey schlürfen, Kunst genießen und ihre Lust durch Macht nicht missbrauchen.

    Allen wunderschöne Pfingsten, Nessy

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    1. Ein wirklich wunderbarer Kommentar liebe Nessy. Ich dachte ja ein wenig weiter, an die geburtenstarken Jahrgänge, zu denen ich zähle und die dann alle gleichzeitig alt und etwas langsamer sind. Doch ich trinke ein Tässchen Tee und warte es einfach ab, so wie alle anderen ebenfalls 😉 Frohe Pfingsten für Dich und Deine Lieben!

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  16. Lieber Arno, das ist bei uns in Kanada ganz schwer…..die Entfernungen!!!! Und wenn Du auf dem Land wohnst, da faehrt kein Bus und jedesmal den Nachbarn fragen. Ich denke, ich kann eher auf ein Auto verzichten als meine angeheiratete Familie. Da wird mit dem Auto gefahren bis dass der Tod euch scheidet. Leider sind die oeffentlichen Verkehrsmittel nicht so toll in Quebec. Keine U-Bahn und mit dem Bus in die Stadt brauche ich 38 stopps oder 1 Stunde und 10 Min, Mit dem Auto 20 min. Ich hoffe auf smart cars und neue technologien mit umweltfreundlichem Umgang und hoffe, dass ich das dann auch noch erlebe 🙂 Regnerischen Gruss aus Wendake, Sabine

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    1. Guten Morgen liebe Sabine, Kanada sind wieder ganz andere Umstände als in Deutschland, das muss man bei allen Plänen immer berücksichtigen. Irgendwann wird die Reduktion unseres Lebensstils eintreten, ob wir wollen oder nicht, und jeder muss selber sehen, was er zum erhalt der Erde beitragen kann. Pauschallösungen wird es da nicht geben. Beste Grüße zu dir aus Marburg!

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  17. Seeehr interessant lieber Arno und fein und klasse geschrieben!
    Nach meiner Tortourodysee durch einige Krankheiten und Kliniken komme ich eh nicht mehr zum geliebten Motorradfahren und das Autofahren macht doch schon lange keine Freude mehr.
    Deshalb: es lebe das Fahrrad! 😁
    Have a pleasant day 🌞
    Herzliche Morgengrüße vom Lu

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  18. Nachdem ich einmal bei meinem damaligen Schwiegervater im Auto saß, als dieser einen leichten Schlaganfall hatte und es eine sehr beängstigende Erfahrung war und dieser aber das alles völlig runterspielte und einfach weiterfahren wollte und auch immer noch mit über 80 und für mich ganz kalter Unfähigkeit dazu fährt, bin ich auch für solche Eignungstest. Mein jetziger Schwiegervater ist da nicht anders gestrickt auch wenn er ein ganz anderer Typ Mensch ist als der andere. Auto fahren muss sein! Mir ist das ziemlich unerklärlich, warum diese Menschen so daran hängen?! Außerdem bin ich für ausgedehnte Fußgängerbereiche in allen Innenstädten in Deutschland 🙂

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    1. Ich denke, in den Deutschland ist das so extrem, weil man uns jahrzehntelang eingeredet hat, dass ein eigenes Auto individuelle Freiheit bedeutet, und die Politik nie etwas für ein vernünftiges Verkehrssystem getan hat, weil ja die Autolobby immer das Sagen hat. Die Idee mit den ausgeweiteten Fußgängerbereichen gefällt mir, denn die Deutschen bewegen sich sowieso zu selten 🙂

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