Der einzig wahre Gott …

Götter gab es schon seit den Anfängen der Menschheit. Mein Vater lehrte als Dozent an der Uni Marburg Sanskrit, also Indische Sprachwissenschaft und deren religiöser Bedeutung. Als einer der Wenigen weltweit, konnte er diese jahrtausende alten Texte quasi lesen, auch, wenn es mit dem Lesen der heutigen Zeit nicht so viel zu tun hat, denn jeder Satz, hat je nach Verlauf, eine andere Bedeutung, doch es ging um Glauben, also religiöse Riten und Verhaltensweisen. Es war das tägliche Thema am Mittagstisch und auch, wenn es mich nicht sonderlich interessierte, so merkte ich mir diese Dinge und somit hinterfragte ich ebenfalls alles, was im Religionsunterricht behandelt wurde. Unsere Lehrerin war nicht nur für diesen Unterricht zuständig, sondern lehrte uns ebenfalls Biologie. Sie sah darin keinen Zwiespalt, denn zuerst erschuf Gott die Welt in sieben Tagen und „Bums“, war eben alles da, was zum Biounterricht dazu gehört. Für mich waren dies absurde Logikfehler der Bibel, aber ich trennte schon damals den Glauben, Religionen und Kirchen. Ich las die Bibel komplett, entdecke unzählige Fehler, fand das alte Testament spannender und das neue Testament anrührender, irgendwie. Da ich getauft war, ging ich irgendwann zum Konfirmatenunterricht und weil der alte Pfarrer ein reaktionärer und menschenverachtender Mensch war, ließ ich mich nicht von ihm konfirmieren, sondern hängte nochmals 1,5 Jahre dran, um durch einen anderen, besseren, Pfarrer in den heiligen Stand des Konfirmierten erhoben zu werden. Natürlich wegen der zu erwartenden Kohle und nicht, weil ich wirklich verstanden hätte, warum ich Sonntag für Sonntag immer wieder die gleichen Predigten und Lieder hören musste. Dieser oder irgend ein anderer Gott haben sich mir nie erschlossen, aber als guter Mensch akzeptiere ich natürlich, wenn andere sich an ihrem Glauben festhalten und darin Trost oder was auch immer finden. Schon in meinen 20ern trat ich aus der Kirche aus und es war ebenfalls das einzigste Mal, wo ich Kontakt zu unserem Pfarrer der kleinen Gemeinde bekam. Nicht beim Zuzug, nicht bei der Geburt unseres Sohnes, nein, weil ich nicht mehr auf heiligem Boden beerdigt werden würde, wenn ich diesen frevlerischen Schritt vollziehen würde. Für mich ein sicheres Zeichen den richtigen Weg beschritten zu haben, denn wer sollte mich an meinem Glauben hindern, ob ich nun in der Kirche war oder eben nicht? Eben, es ist eine individuelle Entscheidung, die nichts mit der Kirche zu tun hat und ich war nur Protestant, nicht mal Katholik!

In den 90ern gab es bereits erste Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche, allesamt hingestellt als bedauerliche Einzelfälle, denn die Glaubensgemeinschaft der katholischen Kirche sei intakt, hieß es. Es gab keine Verfahren, keine Schuldigen, keine Entschädigten und zumeist waren die Täter schon alt oder gar tot. Es passierte herzlich wenig und so gab es natürlich weder eine Aufarbeitung und schon gar keine Spurensuche in den eigenen Reihen, denn der Staat zieht für die Kirche direkt die Steuer ein und leitet die zig Milliarden pro Jahr (aktuell ca. 5,6 Milliarden) umgehend an die Kirche weiter, die alleine in Deutschland ein Vermögen von mindestens 200 Milliarden Euro besitzt und selbstverständlich alle Steuerschlupflöcher nutzt, die jedes große Unternehmen automatisch verwendet, denn es geht um Geld, sehr viel Geld! Dazu dann noch die Bezahlung aller Kirchenoberen aus einem über 200 Jahre alten Vertrag, der übergangsweise gedacht war, weil der damalige Staat zum Teil unrechtmäßig erworbene Güter und Gebäude einzog und mit dem Vertrag die vorübergehende Bezahlung der Kirchenfürsten sicherstellen wollte. Dazu kommen dann noch die Zuschüsse für Einrichtungen der Kirche wie, Kindergärten, die ebnfalls mit etwa 95 Prozent vom Steuerzahler zusätzlich finanziert werden.

Für einen demokratischen Staat, der per Gesetz von der Kirche getrennt ist, sind dies viele Gemeinsamkeiten, außer beim Gesetz, da darf die Kirche, zumeist aus Rom, machen was sie will, ob Arbeitnehmerverträge, die im Rest von Deutschland nicht zulässig sind, Aushebelung von Tarifverträgen oder noch viel schlimmer, der permanent unterlassenen Strafverfolgung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Schwerstkriminellen in den Reihen der katholischen Kirche. Nichts anderes als Vergewaltigung, Missbrauch von Schutzbefohlenen, seelische Folter, körperliche Misshandlungen und ein Netzwerk aus Pädophilen werden von unserem Staat unbehelligt gelassen, weil die Kirche ihr eigenes Recht behaupten darf. Es gibt es also doch, dass perfekte Verbrechen! Alles, was wir zurzeit ertragen müssen, ist eine freiwillge Show der katholischen Kirche, die mit warmen Worten die tausenden von Opfern abspeist, die weder eine Lobby haben, noch einen Rechtsstaat auf ihrer Seite und die sich gängeln lassen muss, weil die Politik tatenlos zusieht und offenbar nicht mal eine Meinung dazu hat. „Furchtbar“ trifft es nicht einmal ansatzweise! Der Begriff „Seelenmord“ passt zu den Taten dieser Kirchendespoten, die sich nach jeder Verfehlung auf die römische Kirche verlassen können, auch auf den Papst. Eine Institution, welche Schwule, Lesben und Zölibatabtrünnige verteufelt und zu „Unmenschen“ stilisiert, aber bei Vergewaltigung oder gar Mord in den eigenen Reihen eher Verharmlost bis negiert, kann doch kein wahrer Glauben im Spiel sein, oder!?

Es ist längst überfällig die Kirche vom Staat zu trennen und zwar absolut und mit allen Konsequenzen. Keine Taufen mehr mit gleichzeitigen Beitritt in die Kirche, denn es geht um ein Ritual und nicht um die Unterschrift und Beitritt zu einem Club, keine automatisch erhobene Kirchensteuer, sondern ein freiwilliger Beitritt ab dem 18. Lebensjahr, der aktiv gewollt sein muss und endlich und ohne Unterschiede zum gemeinen Volk, eine Anerkennung unseren Rechtssystems, in dem es auch Gefängnis, Berufsverbot und Haftbefehle geben muss. Die Ämter in Deutschland kommen derzeit kaum noch nach mit der Vergabe von Austrittsterminen, was in unserem digitalen Zeitalter eine Farce ist, denn alles kann der Mensch online kündigen, das heißt Verbraucherschutz, nur für die Kirche muss es ein umständlicher Staatsakt sein. Verstehe dies wer wolle, ich kann es nicht. Was hat das alles mit dem Glauben an Gott oder wie im Falle der Christen, mit Jesus Christus zu tun? Rein gar nichts, denn niemand benötigt einen Verein, um seinen Glauben zu leben. Ich halte mich an die 10 Gebote, obwohl ich in keiner Kirche bin, einfach, weil es das Richtige zwischen Menschen ist, einen Pfad, den die katholische Kirche noch nie betreten hat, denn viele Päpste haben gedungene Killer angeheuert, um ihre Interessen durchzusetzen, die Schatzkammern der katholischen Kirche beherrbergen wahrscheinlich Kunstschätze, die wir uns im Ansatz nicht vorstellen können und Missbrauch gehört zur Tagesordung. Wann wird uns der Staat endlich vor diesen Verbrechern schützen, so wie er es im Grundgesetz versprochen hat? Sollen wir wirklich alle warten, dass unsere Kinder erst geschützt werden, wenn sich die Kirche selber abgeschafft hat, in Jahren, Jahrzehnten oder noch länger? Diese Verhaltensweise unserer Staatsdiener, im Namen des Volkes, ist widerlich, respektlos und von meinem Standpunkt aus betrachtet, kriminell.

Ich bitte um Unterlassung jedweder Beleidigung gegenüber Andersdenkenden, denn sonst wären wir alle nicht viel besser als die Kirche selbst! Danke.


42 Gedanken zu “Der einzig wahre Gott …

  1. Da hast Du Recht, Arno!
    Es ist an der Zeit, dass Kirchen nicht automatisch Geld von Arbeitnehmern aufs Konto bekommen und auch kein anderes Recht für sie gilt, als für uns alle.
    Die Kirche besteht aus Menschen und die sind fehlbar. Der Glauben an eine höhere Instanz ist eine andere Sache. Aber dafür braucht man keine Kirche.
    Ich sage nur. „Respekt für und Rücksichtnahme auf andere Lebewesen praktizieren. Das macht uns Menschen aus. Tut das die evangelische oder katholische Kirche? Nein! Also weg damit…“

    Leider wollen viele Menschen geführt werden. Und so gibt es andere Menschen, die das ausnutzen. Auch das ist wohl menschlich – leider.
    Immerhin ist Altruismus, bei dem Menschen andere Menschen schützen, erfolgreicher als Egoismus.
    Naja, jetzt habe ich mich wohl etwas verzettelt. Egal!

    Wer eine Kirche braucht und Halt, der könnte sich auch dem Buddismus zuwenden. Das finde ich positiver, als eine Gemeinschaft, die uns vorgauckelt, wir sollen auf der Erde brav sein, um im Himmel Belohnung zu finden… Das Motiv für diese Behauptung ist ja klar. Brave Lämmchen lassen sich besser kontrollieren und beherrschen.

    Veränderungen sind ja meist zäh und schleichend, aber vielleicht ist nun ein Anfang gemacht zum Umdenken. Schön wäre es.

    Liebe Grüsse vom kleinen Steve und seinem Frauchen

    Altruismus laut Wikipedia: „Uneigennützigkeit, Selbstlosigkeit, durch Rücksicht auf andere gekennzeichnete Denk- und Handlungsweise“

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  2. Lieber Arno, du hast es (mal wieder) wunderbar auf den Punkt gebracht. Ich kann dir nur in allem zustimmen. Danke für deine klaren Worte und die damit verbundene klare Haltung.
    Herzliche Grüße
    Ulli
    Morgen wird übrigens bei mir ein langer Text erscheinen, darin spielt auch die katholische Kirche in Bezug auf meinen Weg eine Rolle.

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  3. Huh.. Ich danke Ihnen für diese Bereicherung aus Ihrer Schatzkammer. Meistenteils stimme ich Ihrem Post zu, lieber Arno von Rosen. Jedenfalls möchte ich Ihnen etwas Hilfe anbieten. Eine Mitbewohnerin in meiner StudentenWG hat mir einst gesagt, dass der Staat auf die zehn Gebote aufgebaut ist. Und dies war sicherlich nicht daneben gedacht. Da aber hier von Glaube die Rede ist, erlaube ich mir, etwas zum Wort zu greifen. Die 10 Gebote an sich sind hervorragend. Bringen jedenfalls keine Rettung. (s. Ephesser 2:8-9 und Galater 4:21-31) Hält man sich an Gebote, verliert man Gottes Segen. Letzteres ist nämlich >das Testament<. Dies ist, was die Kirche heute leider, leider versäumt. Und ich möchte Ihnen an jemanden verweisen, eigentlich an Zweien, die Ihnen Christus mit Herz zeigen werden. Schlupflöcher entdecken Sie bei ihnen kaum welche, und vom Papst sind sie Lichtjahre entfernt. Joseph Prince: https://m.youtube.com/c/NewCreationTVDeutsch .. und Joyce Meyer: https://m.youtube.com/user/JoyceMeyerGermany @ Ganz herzliche Grüße 🌸 💖

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  4. Deinen treffenden
    Ausführungen schließe ich mich vollinhaltlich an
    Die Trennung von Kirche und Staat ist eigentlich zwingend. Es kann nicht sein, dass es ein gesondertes „Arbeitsrecht“ für kirchliche Beschäftigte geben darf.
    Allerdings das Wegschauen, Verdrängen… betrifft nicht nur die Kirche, sondern viele Menschen und zwar über einen derart langen Zeitraum – der leider in vielen Fällen zur Strafverfolgungsverjährung geführt hat
    Wie heißt es:“ Währet den Anfängen …
    Wer frei von Schuld ist werde den ersten Stein…
    Alle sind gefragt und der Gesetzgeber sollte seine Pflichten in vollem Umfang nachgehen
    Vielen Dank, Arno für Deine klaren Worte
    Lg Meggie

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  5. Ja. Die katholische Kirche war und ist ein Monster. Die evangelische und die orthodoxe sind nicht ganz so pervers, weil sie jedenfalls nicht das Zölibat kennen. Ausgetreten bin ich schon sehr lange. Aber ich fühle mich, je älter ich werde (?!), immer mehr zu Jesus Christus hingezogen, möchte begreifen, was es mit ihm auf sich hat. Und in diesem einen Punkt bin ich froh, dass es die Kirchen gab und gibt: sie haben dies Evangelium weitergereicht. Man kann es studieren und versuchen, mit seinem Herzen zu begreifen, worum es eigentlich geht dabei .

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  6. Richtig! Alles! Ich hatte ja mal die Unverfrorenheit eine katholische Kirchengemeinde vor das Arbeitsgericht zu bringen. Es war eine interessante Erfahrung, das kann ich dir sagen. Es ist viele Jahre her, aber ich erinnere mich, dass der Richter sagte: Arbeit muss auch Spaß machen, aber das hier macht keinen Spaß. Und dann bekam ich eine schöne Abfindung zugesprochen. Die auch gerechtfertigt war, denn mir wurde gekündigt, weil mein Ehemann damals sein Arbeitsverhältnis bei der Gemeinde kündigte, um sich anderweitig zu orientieren. Ich fiel dann einfach in die Sippenhaft und mein Mann wurde dahingehend erpresst, dass man mich entlassen würde, falls er seine Kündigung nicht zurücknähme. Das ließ ich mir auf keinen Fall gefallen. Es war anstrengend, aber nötig, der Pfarrer musste die Kirchengemeinde verlassen und bekam auch keine mehr. Er arbeitete dann als Krankenhausseelsorger. Ich könnte dir ein Buch schreiben.

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  7. Ich habe nichts gegen Religion, jeder soll „nach seiner Facon selig werden“. Nur die vielen schlimmen Dinge, z.B. auch das das normale Arbeitsrecht bei kirchlichen Arbeitgebern nicht gilt, sollten sich die Gläubigen nicht länger gefallen lassen. Diese vermeintliche Trennung der Kirche vom Staat könnte gern eine wirkliche und vollständige werden. Ich frage mich immer, warum es im öffentlich-rechtlichen Radio regelmäßig Sendeplatz für die evangelische und katholische Kirche gibt, aber nie für andere Reilgionsgemeinschaften. Für alle oder für keinen, würde ich meinen.

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  8. Uff, Arno. Ja, harter Toback, dieses Thema.
    Bin auch längst aus der Kirche ausgetreten, denn ich ertrage sei langem diesen Heuchelverein nicht mehr. Ich stimme Dir zu, dass man endlich diese Trennung vollführen sollte. Dies ist längst überfällig.

    Heute war ein so wundervoller Tag. Hoch INGO schenkte uns azurblauen Himmel. Bin sogar an einer herrlichen Kirche mitten auf dem Feld mit dem Bike vorbeigefahren. Ich habe meinen ganz eigenen Glauben und ich erfreue mich an schönen Gebäuden – die Eglise Saint Martin sur les Champs gehört dazu. Doch die Pfaffen habe ich schon lange über.
    Herzliche Grüße für einen schönen Rest-Sonntag, in der Vorfreude auf den nächsten Synapsentango,
    Bisous Bettina

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  9. Ich hatte auch eine Lehrerin, die Religion und Biologie unterrichtete! Sie sagte, der Urknall ist für sie „wahr“ und die Bibel bzw. die Erzählung der 7 Tage eine Art „Metapher“, das Geschehene zu umschreiben. Wenn sie es für sich vereinen konnte, bitteschön 😉

    Ich stimme dir voll und ganz zu, dass man aktiv eintreten sollte und nicht „eingetreten wird“. Ich wollte mit 14 nicht gefirmt werden, wurde von der Familie aber gezwungen („Solang du deine Füße unter unseren Tisch… Und wenn du dich nicht firmen lässt, stehen die Füße nicht mehr unter unserem Tisch!“…) und bin mit 18 direkt ausgetreten. 33 EUR hat es mich damals gekostet, zum Einwohnermeldeamt zu juckeln, erst ewig auf diese eine DIN-A4-Seite zu warten und dann nochmals zu warten, um eine Anpassung meiner Lohnsteuerkarte (damals gab’s die noch) zu erwirken. 33 EUR waren für einen Azubi, der pro Monat kaum mehr als 180 EUR für Lebensmitteleinkäufe hatte, viel viel Geld. Frechheit, nenne ich das…

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      1. Tatsächlich war ich mit 17 ausgezogen – hab die Regel „Füße nicht untern Tisch“ eingehalten. Ich glaube, meine Eltern wussten bis zu ihrem Tod nicht, dass ich aus der Kirche ausgetreten war 😉
        Und ja, dass es einen gesetzlosen Raum „mittendrin“ gibt, geht überhaupt nicht!

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  10. Ich stimme dir vorbehaltlos zu. Hier in Italien ist es noch schlimmer, weil die Leute stärker die Augen verschließen.

    Andere Dinge sind hingegen aberwitzig amüsant: zum Beispiel dass ein Pärchen, das zu heiraten beabsichtigt einen Ehekurs beim Pastor belegen muss, der ihnen dann erklärt, wie gutes katholisches Eheleben und Kindererziehung aussieht.

    Ich wollte meinem Sohn gern den katholischen Religionsunterricht in der Grundschule ersparen, der mit zwei Stunden pro Woche doppelt so lang ist ist wie z.B. der Sport- oder Musikunterricht. Aber wir haben uns nicht getraut, weil wir dachten, dass er dann als Einziger in dieser Zeit etwas anderes machen muss. Inzwischen wissen wir, dass es weitere Eltern gab, die das Gleiche befürchtet haben. Daher wird er den staatlich geförderten Kathechismus nächstes Schuljahr nicht mehr mitmachen.

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    1. Liebe Corinna, ich kann verstehen, warum ihr keinen harten Schnitt mit eurem Sohn vollziehen wolltet. Bei der katholischen Ehevorbereitung läuft es mir eiskalt über den Rücken, aber so ist das, wenn der Pontifex im eigenen Land regiert. Ich weiß nicht, ob die Menschen immer Anhänger der Kirche sind oder sich nur nichts einbrocken wollen, wenn es tatsächlich ein Leben nach dem Tod oder wenigstens ein Fegefeuer gibt. Beste Grüße aus Marburg und danke für deine Sicht der Dinge!

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      1. Meiner Meinung nach wollen die meisten ihre betagten Verwandten nicht enttäuschen, die tatsächlich noch glauben und regelmäßig die Messen frequentieren. Vielleicht hat sich das nach dem nächsten Generationenwechsel auch in Italien erledigt.

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  11. Lieber Arno! Ein. guter Artikel, aber ein Thema, zu dem ich mich nicht gern äußern mag, denn ich bin, wie Du weißt, Pragmatiker und finde und fand die Kirche ausschließlich dann sinnvoll, wenn sie für die Menschen eine gute Orientierungshilfe des ethischen Lebens und Denkens darstellt, die Menschen sonntäglich mit wirklich christlichen Ratschlägen zum Nachdenken bringt und sich vor allem in der humanitären Hilfe stark, vor allem auch finanziell, einbringt. Ob sie das jemals ausreichend getan hat? Zumindest kannte ich einige Pfarrer, die wirklich so gedacht haben und vor allem modern waren. Heute kenne ich kaum noch Gemeinden, in denen Religion nach meinen Vorstellungen praktiziert wird, aber ich bin jua nicht der Nabel der Welt.
    Wer Religion als echte Hilfe ansieht, dem sei sie noch gegönnt, ein gutes Vorbild für ethisches Verhalten ist sie ,,bei Gott“ leider nicht, auch wenn es sicherlich tolle Pfarrer gibt, die wirlklich Werte verkörpern, dabei eine Prise trockenen Humor aufweisen und hoch-ethisch sind … Aber ich vermute dennoch, wie Du, dass die Kirche in der modernen Welt in ihrer bisherigen Form eher ein Auslaufmodell ist….

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    1. Ich sehe es wie Du, und wenn ich jetzt Entrüstung der kath. Kirche über den Zustand der Welt lese, gruselt es mich, aber ich denke, jeder Mensch sollte für sich gut sein, dann hilft es mehr, als hinter irgendwelchen Rattenfängern herzulaufen. Ganz liebe Grüße aus Marburg!

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  12. Ich habe diesen Artikel mehrfach mit Begeisterung gelesen und immer wieder innerlich dazu genickt.
    Es sind alle meine eigenen Beobachtungen und Erkenntnisse wiedergegeben.

    Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem großen Themenbereich der „Weltreligionen / Religionen“.
    Je länger diese Beschäftigung andauert, desto deutlicher wird mir, dass institutionalisierte Religionen viel Raum für Missbrauch und Bereicherung jeglicher Art geben.
    Zweifellos sind die 10 Gebote im Christentum solche, die man auch leben kann, wenn man einem weltlichen Bund den Rücken kehrt. Sie machen Sinn – und einige werden sooft gerade in der Katholischen Kirche selbst mit Füßen getreten, von den eigenen „Würdenträgern“.

    Auch um die Aufarbeitung unzähliger Verbrechen – und dies nicht nur im Zusammenhang mit pädophilen Priestern – ist es immer noch schlecht bestellt.

    Ich danke für eine so umfassende und auf den Punkt dargebrachte Auseinandersetzung mit einem System, das in vielem nur sich selbst dient. Mit den Ideen und der Lehre Jesu hat dies wenig zu tun.

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