Unser täglich Brot …

Pestizide
Mittel gegen Insekten

Immer mal wieder berichte ich von den kleinen und großen Sündenfällen in Politik und Natur. Heute allerdings lege ich den Finger in eine bereits eitrige Wunde von so unvorstellbarem Ausmaß, dass sich jeder Leser vorher überlegten sollte, ob er/ sie so etwas in seinem Gedächtnis beherbergen möchte, denn loswerden kann man solches Wissen nicht mehr und es macht auch den Tag nicht schöner. Auch deshalb gibt es keine langen Vorreden.

„Unser täglich Brot …

gib uns heute“, steht schon in der Bibel. Auch in anderen Glaubensbekenntnissen und Religionen ist Essen und dessen Darreichung ein entscheidendes Thema, aber es geht heute nicht um alte Schriften, sondern um hochmoderne Wissenschaft. Eines ist aber ganz sicher. Von Zusatzstoffen wie Chemikalien, Enzymen und Antibiotika in unserer Nahrung, hatten diese Zeitgenossen keine Ahnung. Also, was ist unser heutiges tägliches Essen und was ist da drin? Es geht mir in diesem Artikel weder um grundsätzliche Einstellungen zu Tieren (ob man diese essen sollte oder lieber nicht), planzlichen Produkten oder dergleichen mehr, sondern um das was ist und wo gefühlt die Mehrzahl der Menschen offensichtlich hin möchte.

Lieblingsteile vom SchweinDie Politik würde uns gerne weniger Fleisch essen lassen und Wissenschaftler unterstützen sie dabei. Klasse Idee! Immerhin hat der Deutsche seinen Fleischkonsum von 68kg auf 60kg zwischen 1975 und 2016 gesenkt. Das sind nur 164g pro Tag und die Nahrungsinstitute empfehlen nicht mehr als 200g Fleisch und Wurst am Tag zu essen. Sie haben den Fehler sicher schon entdeckt, denn es sind natürlich alle Deutschen in dieser Statistik vom Säugling bis zum Greis, also essen wir einfach zu viel Fleisch. Insgesamt 4,8 Millionen Tonnen und damit alle drei Monate ein Tier, durchschnittlich betrachtet, versteht sich ja von selbst. Trotzdem wurden im Jahr 2016 über 8,2 Millionen Tonnen Fleisch produziert. Wo ist das hin, wenn doch der Fleischkonsum der Verbraucher angeblich kaum noch zu bändigen ist?

Insgesamt werden alleine in Deutschland jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen (wir würden also erst am 4. Mai anfangen die produzierten Lebensmittel zu essen, der Rest landet im Müll), ob zu Hause, im Supermarkt, damit der Kunde immer einwandfreie Ware angeboten bekommt, wegen unsachgemäßer Lagerung oder weil es psychologisch besser ist, die Regale im Einkaufsladen immer gefüllt zu behalten und mal Hand aufs Herz. Wer greift bei vollen Regalen nicht nach hinten, um etwas mit längerem Haltbarkeitsdatum zu ergattern, obwohl es in einer Woche verbraucht ist, aber erst in Monaten abläuft? Eben, da ist viel Bauchgefühl dabei und unser Hirn bleibt weitestgehend abgeschaltet. Dieses gilt ebenso für die kleinen Schriften auf den Lebensmittelverpackungen, die wir entweder nicht mehr lesen können und wenn, keine Ahnung haben, was da drauf steht. Alleine Zucker hat fünf (oder mehr?) Begriffe. Ist das alles Zufall?

Subventionen in EuropaNein! Das es keine Lebensmittelampel auf Produkten gibt, wo drauf steht wie viel Zucker, Fett oder Kohlenhydrate unserer täglichen Dosis drin sind ist natürlich von der Industrie gewollt und wird durch Lobbyisten durchgesetzt, welche Posten vergeben, Parteispenden zahlen und sogar Mitarbeiter der Ministerien finanzieren, die dann die Gesetzestexte schreiben, welche im Bundestag abgesegnet werden. So weit, so schlimm, aber es geht natürlich nicht linear weiter, sondern expotentiell. So werden Fleischprodukte, die wir Deutschen nicht mögen (Fleischteile wie z.B. Hähnchenflügel, Schweinsfüße, Innereien usw.) nach Afrika transportiert, natürlich mit Subventionen, sodass der Markt dort zusammenbricht, weil wir das Fleisch billiger verkaufen, als die Menschen vor Ort es selber produzieren könnten. Die Folgen kennen wir in Form von Wirtschaftszusammenbrüchen, Kriegen und Flucht. Sogar die Lufthansa bekommt jährlich rund 200.000 Euro Subventionen, weil sie ihr Essen erst außerhalb der EU Zone serviert und damit das Fleisch ausführt.

MassentierhaltungWer übrigens geglaubt hat Bioware sei Unbedenklich und mit hoher Moral essbar irrt gewaltig. Die Biobedingungen sind trotzdem Massentierhaltung mit minimal mehr Platz und etwas mehr Pflege, doch trotzdem noch so schlecht, dass man nicht von artgerechter Haltung sprechen kann. Auch dort werden die Verordnungen zumeist geschickt ausgehebelt. So müssen Bio Hühner freie Flächen haben, um den nötigen Auslauf zu gewähren. Da dies aber viel mehr Arbeit bedeutet um Eier einzusammeln, vor Krankheit zu schützen oder Hühner abends wieder in den Stall zu bringen, gibt es nur offene Freiflächen. Diese Nutzen Hühner nie, da diese Sträucher benötigen, um sich vor Greifvögeln sicher zu fühlen, ergo bleiben diese Tiere nur nahe beim Stall. Diese Art der Biohaltung und dessen Aushebelung ließe sich beliebig fortsetzen. So ist es natürlich ebenfalls beim Gemüseanbau, wo nur noch Erzeuger wie z.B. Demeter und wenige andere gute Standards setzen, die aber mit dem europäischen Biosiegel nicht viel gemeinsam haben, da dieses bereits vor Jahren in der Umsetzung stark abgeschwächt wurde, um uns möglichst viel Bio anbieten zu können. So muss sich der Verbraucher gewollt durch einen undurchdringlichen Wust an Gütesiegeln kämpfen ohne jemals wirklich zu wissen, was diese beinhalten.

Obst aus aller WeltAbgesehen davon werden in der Lebensmittelbranche nur etwa 3 Prozent in Bioqualtität erzeugt, von dem was der Markt insgesamt anbietet und ob Obst aus Übersee wirklich so Bio ist, wenn es mit Flugzeugen oder Schwerölschiffen zu uns gebracht wird, überlasse ich jedem selber. Unser Landwirtschaftsminister Christian Schmidt kam aus Paris und berichtete Stolz davon, dass Deutschland und sein Agrarmarkt vom Pariser Protokoll ausgeschlossen wurde und sich nun nicht an dessen Regeln halten müsse, aber alle haben nur über den Austritt von Trump geredet und ich kann seinen Schritt sogar teilweise nachvollziehen, da es nichts bringt dauernd Wasser zu predigen, aber Sekt zu verschütten, auch wenn seine Gründe sicher auch andere waren. Damit geht die Verseuchung des Deutschen Grundwassers ungebremst weiter, ohne angepasste und verschärfte Regeln, aber warum? Weil China inzwischen größter Importeur des deutschen Billigfleisches ist, der Subventionen sei dank. Wir müssten also nur die Hälfte aller Tiere halten, wenn wir alleine unseren verschwenderischen Bedarf decken wollten und da ist die Lebensmittelverschwendung noch nicht einmal einberechnet. So ist Umweltschutz und Tierwohl eine Farce.

Leider ist das immer noch nicht die schlimmste Causa in der Lebensmittelindustrie, abgesehen davon, dass Millionen Menschen weltweit Hungern, weil Grundnahrungsmittel seit Jahren an den weltweiten Börsen als Spekulationsobjekt gehandelt werden und alleine in Indien jedes Jahr mehr Getreide vergammelt, als es bräuchte, um den Welthunger abzuschaffen. Es liegt also nicht an den Kapazitäten, wir benötigen auch nicht mehr Ackerland, mehr Wasser, mehr Pestizide, sondern den Willen jeder Regierung der Welt, die Grundrechte jedes einzelnen Menschen zu achten und zu schützen, welche immer mit ausreichendem Essen einhergehen. Selbst hier hungern Menschen, betroffen von Altersarmut oder sozialen Abstieg durch alleinerziehende Elternteile. Ja, unsere Lebensmittel mögen auf den ersten Blick sehr preiswert sein, aber den wahren Preis bezahlen wir, wie beim Atomstrom, erst Jahrzehnte später mit der Zerstörung unserer Umwelt und unserer Gesundheit. So gibt inzwischen der oberste Hüter unserer Gesundheit, dass Robert Koch Institut, die letzten streng behüteten Antibiotika-Reserven heraus, die zurückbehalten werden, um doch noch eine Waffe gegen multiresistente Keime zu haben, für Menschen, bei denen normale Antibiotika nicht mehr wirken, da wir diese Desensibilisierung auch durch den Verzehr von Fleisch entwickelt haben. (Alleine in deutschen Krankenhäusern sterben pro Jahr zwischen 1000 und 4000 Patienten an multiresistenten Erregern und die Zahl steigt stetig).

abgeschafter Lebensraum
kein Platz für Insekten

Das wäre im Prinzip auch in Ordnung, schließlich hat die Gesundheit des Menschen priorität, doch die Wahrheit ist niederschmetternd, denn das Institut gibt diese letzte Bastion des Schutzes an die Massentierhalter aus, auf ausdrückliche politische Anweisung, damit der Produzentenmarkt auch weiterhin ungebremst florieren kann. Eine Stellungnahme hierzu lehnte das Institut ab, da es sich um zu großen politischen Sprengstoff handele. Die Folgen kann sich jeder selbst ausrechnen, wenn es keine Antibiotika mehr für Menschen gibt, die uns vor Erregern schützen, weil wir durch den Verzehr unserer Lebensmittel immun geworden sind. Wir sollten also nicht deshalb weniger Fleisch essen, weil wir unserer Gesundheit vielleicht direkt schaden, sondern wir sollten die Politik unter Druck setzen, nicht das Leben unserer Familien ohne Not auf den Roulettetisch der Konzerne und Lobbyisten zu werfen, mit dem sicheren Ergebnis immer auf der Verliererseite zu stehen. Schon jetzt kündigen viele Gemeinden mit Massentierhaltungsproblemen an, die Wasserpreise um etwa 25 Prozent anzuheben, da die Überdüngung des Grundwassers höhere Reinigungs- und Aufbereitungsarbeiten mit sich bringen, zu unserem Wohle natürlich.

Da sind es nur Randnotizen, dass jetzt eine Gruppe aus Wissenschaftlern vor dem Aussterben der Insekten gewarnt hat (darüber habe ich bereits im Frühjahr berichtet) und der Grund ist nicht schwer zu finden. Außer zu vielen Giftstoffen, welche in unserer Natur landen, fehlen einfach entsprechende natürliche Freiflächen, wie es sie zumindest früher in Ackerrandgebieten gab, doch die Politik verteilt Gelder dafür diese ebenfalls zu mähen und damit den Lebensraum weiter einzuschränken. Vieles ist also völlig unüberlegt selber fabriziert und würde nicht einmal Aufwand bedeuten es zu korregieren, aber welcher landwirtschaftliche Betrieb verzichtet schon freiwillig auf Gelder? Was unsere Regierung bei der Massentierhaltung übrigens gerne verschweigt sind die Subventionen aus Brüssel, welche nur an größere Betriebe ausgezahlt werden, was zu einer Explosion solcher Tierquälerproduktionsstätten geführt hat und damit auch den Untergang des normalen Landwirtes besiegelte, denn den Bauern, welcher seinen Tieren noch Namen gibt und diese liebevoll streichelt, gibt es fast nur noch im Märchen.

Mein heutiges Zitat stammt von Robert Koch (1843-1910) deutscher Bakteriologe, Nobelpreis für Medizin 1905.

„Wenn der Arzt hinter dem Sarg seines Patienten geht, so folgt manchmal die Ursache der Wirkung.“ (Setzen Sie für den Arzt einfach jede Regierung ein)

Es grüßt Sie Ihr mit eiskalten Schauern überzogener Arno von Rosen, Buchautor, Kolumnist, Blogger und Hinterdiekulissengucker. Nach der Recherche von diesem Thema hätte ich nicht so viel essen können, wie ich kotzen wollte, aber ich bin überzeugt davon, dass wir als Gemeinschaft nur miteinander und nicht gegeneinander etwas verändern können und so umarme ich jeden, egal was dieser Mensch isst, wenn er gewillt ist dieses System zu verändern, während die Medien seit 4 Wochen nur Wasserstandsmeldungen über die Farben der zukünftigen Regierung abgeben.

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47 Gedanken zu “Unser täglich Brot …

      1. danke lieber Arno, dass du dir die Mühe gemacht hast, Sachverhalte hier zusammenzustellen, die man irgendwie, aber doch nicht in dieser Präzision kennt, so dass einen in Diskussionen manchmal die Argumente im Stich lassen. Am besten, ich lerne deinen Artikel auswendig 😉

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      2. Liebe Gerda, da ist sicher nichts dabei, was du dir beim ersten Lesen nicht schon merken konntest, doch mir waren die ganzen Zusammenhänge der Dinge wichtig, weil die uns über die Medien leider nie so dargestellt werden. Wir kennen das ja alle. Bei kritischen Fragen haben die Minister nie Zeit und so wird alles schnell wieder vergessen und unter den dreckigen Teppich gekehrt, leider.

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  1. mich schockiert es immer wieder … 😦 ich unterstütze diese unwürdige Massentierquälerei keinesfalls … esse kein Fleisch .. mein Körper wehrt sich gegen Fleisch und Fleischprodukte mit unvorstellbarem schmerzhaftem Körperjucken … gut so … er machts richtig
    lg die zuza 🙂

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  2. Lieber Arno, vielen Dank, dass Du den Grusel aufgeschrieben hast. Im Grunde wissen wir das alles, aber so gebündelt, ist es ein mächtiger Hieb auf den Hinterkopf, der Nachdenklichkeit anstiftet. Dafür hab Dank! Schlimm das Ganze. Im Mittelalterhaben sie die Brunnenvergifter aufgehängt. Heute wäre es ein Schritt in die richtige Richtung, wenn die Produzenten und Entscheider wieder auf ihr Gewissen hören würden. Denn es nützt wenig, wenn wir Einzelnen darauf achten, z.B. keine Ameisengifte usw. auszubringen, wenn der Nachbar sie streut. (Mein Liebster ist Imker …). Achtung des Lebens eines jeden, sollten Leitmotiv des Handelns sein… LG von Petra

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  3. Deine Zusammenfassung der Missstände, ganz gelinde gesagt, ist sowas von auf den Punkt gebracht! Dieses korrupte Konstrukt, dass mit ganz bewusstem Wissen ohne Gewissen, von unserer Politik Zustimmung und Unterstützung findet, ist ein moralischer Werteverfall von unvorstellbaren Ausmaßes. So kann man mehr Platz auf diesem Globus schaffen, weil die Menschen sterben wie Fliegen (Mein Sarkasmus).

    LG Babsi

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    1. Ich verstehe deinen Sarkasmus sehr gut, denn es fällt mir bei solchen Artikel sehr schwer, nicht sauernd sarkastisch oder zynisch zu werden, gerade weil ja alle wieder mal den Wählerauftrag verstanden haben und sich dabei im Scheinwerferlicht der Kameras sonnen. Dir einen gemütlichen Abend liebe Babsi!

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  4. Danke für die spannende Übersicht Arno.

    Vielleicht sollten wir interessierte Essens-Blogger zu Umwelt- und auch Gesundheitsschutzthemen eine Extra Rubrik in unseren Food-Blogs aufmachen, wo wir in „kleinen Portionen“ immer mal wieder über aktuelle Aspekte wie jetzt das Insektensterben und mögliche Konsequenzen berichten.
    Ich habe bisher erst eine Tierschutzrubrik in meinem Blog und denke jetzt darüber nach, denn Aufklärung ist ja wirklich weiterhin und auch noch intensiver nötig.
    Unsere Welt ist ja ziemlich komplex und vieles hängt mit vielem zusammen, sodass sich Ursache und Wirkung oft nicht gleich abschätzen oder sogar planen und steuern lassen. Aber kleine Denkanstöße sollte man schon immer mal wieder geben – gerade, weil viele Menschen nicht die Zeit haben, selbst zu recherchieren.

    Danke für Deine Anregung und liebe Grüße 🙂

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    1. Liebe Jutta, ich habe darüber schon nachgedacht und manchmal schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine pocht für leckeres Essen und das andere für den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Lebensmitteln. Deshalb habe ich die beiden Blogs geschaffen, um Politik und Essen auseinander zu halten, aber ich freue mich über alle Bloggerfreunde, die mir zweifach folgen. Ob ich eine Kategorie mache, in der ich solche Beiträge selber reblogge, weiß ich noch nicht, aber vielleicht ergibt es sich doch irgendwann. Danke für dein klasse Feedback!

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  5. Lieber Arno,
    für mich ist Vieles nicht neu, aber ich finde es wichtig immer wieder daran zu erinnern und du machst dies mit Bravour, allein für solche Sätze: „Es liegt also nicht an den Kapazitäten, wir benötigen auch nicht mehr Ackerland, mehr Wasser, mehr Pestizide, sondern den Willen jeder Regierung der Welt, die Grundrechte jedes einzelnen Menschen zu achten und zu schützen, welche immer mit ausreichendem Essen einhergehen. Selbst hier hungern Menschen, betroffen von Altersarmut oder sozialen Abstieg durch alleinerziehende Elternteile.“, könnte ich dich umarmen!
    Ich danke dir und grüße dich von Herzen
    Ulli (die kaum Fleisch isst und nicht müde wird mit dem Einen und der Anderen zu diskutieren, auch wenn es manchmal ermüdend ist!

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  6. Und doch scheint mir die Quintessenz vieler deiner Artikel zu sein „Wir werden alle sterben!“ 😀
    Manchmal glaube ich, dass viel zu viel auf diesem Planeten und in der Gesellschaft falsch läuft, als dass überhaupt noch irgendeiner das Ruder rumreißen könnte. Vielleicht haben daher viele bereits eine „Jetzt is auch egal *Wurstzipfel fress*“-Mentalität bekommen. Wundert mich nur, wieso die Geburtenrate dann wieder steigend ist *hust*

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    1. Als, liebe Roe, wir werden ja auch alle sterben 😀 Die Geburtenrate steigt seltsamerweise oft, wenn die außenpolitischen Thema auf Sturm stehen und nicht, wenn es uns gut geht. Die junge Generation leidet sicher unter Zukunftsängsten und das viel mehr als früher oder gar zu meiner Zeit (vor Jahrmillionen), aber es nützt nix aufzugeben, denn dann könnten wir gleich alle auf der Couch liegen bleiben, obwohl … 😉

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  7. Uhiiiii Arno, das ist ja mal richtig schwarz gesehen und geschrieben. Where do we go from here? Was ist dann die Loesung. Eins vorweg: wir essen alle viel zu viel, aber Qualitaet hat seinen Preis. Wir haben unser Fleisch geschossen und mein Getreide kommt von einer Bio Muehle in der Naehe von Quebec. Eier von den Wanderhuehnern sind fantastisch. Mein Gemuese vom bio Bauern nebenan oder aus meinem Garten. Schadensbegrenzung wuerde ich mal sagen. Wir sind ja nun mal genetisches Material was sich veraendert und anpasst. Einige Generationen weiter sieht es schon wieder ganz anders aus. Froehlichen und bunten Gruss aus Wendake.

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    1. Liebe Bine, es liegt nicht an uns Verbrauchern, aber es wird uns gerne eingeredet. Fragst du 100 Menschen, ob sie wollen, dass Tiere gequält und gegen ihre Natur gehalten und geschlachtet werden, antworten sicher 99 mit NEIN. Es ist wie mit den billigen Klamotten aus Fernost. Damit die Menschen davon einträglich, gesund und fair leben könnten, würde ein T-Shirt nur etwa 20 Cent mehr kosten. Mit dem Fleisch ist es ähnlich, obwohl da Subventionen eine große Triebfeder sind immer mehr zu produzieren, obwohl wir es gar nicht benötigen. Die Politik und bei uns jetzt gerade die Grünen, müssten das ganze System drastisch umstellen, innerhalb der nächsten 10 Jahre, aber der politische Wille fehlt, nicht unserer. Beste Grüße nach Wendake!

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  8. Ich habe mir echt Zeit gelassen um deinen Text genau zu lesen!

    Eigentlich solltest du diesen Text sofort nach Berlin schicken, wo Jamaika gerade um sich selbst tanzt. Den Text bitte ungeschönt und ganz genau so!

    Wir haben schon vor vielen Jahren erkannt, dass da was nicht stimmt. Knackpunkt war bei mir etwas ganz Banales – die Riesenweichspülerflasche, die es damals gab. Da dachte ich, wo landen die, in dieser enormen Größe? Und dann ein Bericht vor Jahren vom Fernsehkoch Vincent Klink aus Stuttgart, der meinte, bitte das ganze Huhn verbrauchen. Wenn wir die Teile vom Huhn, die wir nicht so mögen, alle nach Afrika schicken, dann nehmen wir den Menschen dort die Verdienstgrundlage.

    Fleischgenuss? Bei mir, wenn überhaupt, dann nur von meinem Fleischer, der nennt mir auch ganz genau den Bauern. Gemüse? Aus meinem Garten, ebenso das Obst. In der kalten Jahreszeit werden die Vorräte aufgebraucht oder aber der Hofladen aufgesucht.

    Ich wünsche mir einfach mehr „Hirn“ vom Verbraucher, weniger Gleichgültigkeit. Und von der Politik mehr Ehrlichkeit. Ist mir das sauer aufgestoßen, dass Ministerpräsidenten wieder auf ihren Posten sitzen, welche die vorgegebenen Gesetzestexte der Konzerne einfach so übernehmen. Wir Verbraucher sollten zusammenstehen und der Politik, deren Arbeitgeber wir ja eigentlich sind, mal zeigen, wo der Bartel den Most zu holen hat.

    Herzlichen Gruß, Brigitte

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    1. Liebe Brigitte, dieser Text ist geschönt, aber wenn ich wirklich die Ausdrücke benutze und darüber nachdenke wie viele rechtswidrige Tatbestände in der Politik begangen werden, hätte mein Artikel keinen brauchbaren Stil mehr und ich werde auch von der Politik gelesen, selbst wenn es keiner zugibt. Dazu vielleicht ein anderes Mal. Vielen Dank dafür, dass du meinen Artikel wie eine gute Zeitung liest, wenn es passt und du dir die Zeit dafür nehmen willst!

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  9. Liebender Arno von den nährenden Rosen

    …und unser tägliches geistiges Brot gib uns heute
    Wie auch der Mensch nicht vom Brot alleine lebt

    Ist ein jegliches Wort
    Das aus dem Herzen fließt
    Der Seele Durst stillend
    Des Geistes Hunger stillend

    danke für Dein Mitfühlen
    Dir Joaquim von Herzen
    ehemals Brötchenausfahrer

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  10. Jaaaa….der Mensch lebt nicht vom Brot allein….aber alles andere ist auch schon nicht mehr empfehlenswert.
    Danke für die tolle Zusammenfassung. Es ist gut, wenn wir uns das immer mal wieder vor Augen halten!!!!

    PS: Habe gestern die leckere Blaubeer-Vinaigrette, die du neulich gebloggt hast….was soll ich sagen….meine Gäste waren begeistert und ich natürlich auch 🙂

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  11. Lieber Arno, vielen Dank für diesen wichtigen Artikel ! Ja, „kotz dich frei, hab Spaß dabei“ fällt mir dazu nur ein, wobei mit Spaß hat das hier alles nichts mehr zu tun. Es macht einen fassungslos, was alles abläuft und man möchte einfach nur auf die Bremse treten und die Verantwortlichen fragen, was sie da tun !! Die Notreserven der Antibiotika für die Schweinemast freizugeben – gehts noch ? Tiere aus der Massentierhaltung als Billigfleisch in alle Welt exportieren und die Preise nicht nur in Europa sondern auch in Afrika kaputt machen – was soll das (wissen wir ja) ?! Umwelt vernichten, Insekten vernichten, hauptsache der Gewinn stimmt….wenn man drüber nachdenkt, möchte man durchdrehen.
    Kürzlich sah ich einen Bericht, da gings um Dosentomaten-Exporte von Italien nach Ghana. Früher haben in Ghana viele Menschen selbst Tomaten angebaut, heute machen das nur noch wenige. Der Markt ist kaputt und es werden die preiswerteren Konserven aus Italien dort verkauft. Außerdem wurde angemekrt, daß im nächsten Jahr noch mehr Zölle in Afrika wegfallen, so daß die EU noch mehr an Billigware dorthin exportieren kann. Und das nennt sich dann wohl Fluchtursachen bekämpfen oder wie ????!!! Mein Blutdruck…ich hör lieber auf……………………..

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      1. Dankeschön. Was die Lebensmittel angeh versuche ich jetzt mehr auf den Bauernmärkten hier in der Stadt einzukaufen, wo (Bio-)Ware aus der Region angeboten wird. Vielleicht ist auch das kein Allheilmittel, aber bei familiär geführten Betrieben hoffe ich einfach auf bessere Strukturen, lange Wege entfallen und man unsterstützt Landwirte vor Ort. Tja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt. Die menschliche Dummheit wohl nie 😉

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      2. Ja, die Bauernmärkte habe ich für mich ebenfalls wiederentdeckt und bin jede Mittwoch auf meinem Stammmarkt, weil es dort auch mal ganz frische Kräuter gibt, aromatische Äpfel und sogar frischen Lavendel 🙂

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