Der Fluss des Lebens

lahnnebel

Krone der Menschheit einst ich war,
kühn war mein Gedankengut.
Stolz wehte durch mein Haar,
in den Adern pulste Glut.

Die Welt war ein zu kleiner Ort,
der Enge entflohn ins All hinaus.
Titan „Leben“ riss mich hinfort,
nie wieder ging ich nach Haus.

Freiheit füllte meinen klaren Sinn,
weilte nun im lichten Sternenglanz.
Macher, Denker, Held ich bin,
mein Lächeln fordert auf zum Tanz.

Eine Stelle blieb weich wie Samt,
der Götter gleich zu verwunden.
Dorthin legtest du die Hand,
Jahre zogen hin wie Stunden.

Keine Schlacht der ich entwich,
es gab unglaublichen Gewinn.
Doch bei Verstand und klarer Sicht,
war nichts im Kästchen drin.

Wieder suchte ich die Welt zu halten,
dabei ließ die Hand mich los,
unbemerkt von mir erkaltend,
war dies mein erster Todesstoss.

Unsterblichkeit zeugten meine Taten,
aber wehe dem genarrten Tor,
er kämpft weiter gegen weises Raten,
gibt den Sieg als Ziel sich vor.

Ohne deine Hand auf meinem Herz,
ist jede Welt für mich verloren.
Übrig bleibt nur dumpfer Schmerz,
und werde ich auch neu geboren,
werde ich auf deine Berührung hoffen,
jetzt oder erst im nächsten Leben,
unser Schicksal ist noch offen,
der Fluss kann uns noch Liebe geben.

Arno von Rosen, 01. November 2016

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9 Gedanken zu “Der Fluss des Lebens

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